Donnerstag, 24. Dezember 2015

Mein Adventskalender 2015 von Tag 17 bis Heiligabend

oder ...

Tausend Dank an alle Kreativen vom DIY-Adventskalender 2015

Bis zum letzten Tag hat es Spaß gemacht Teilnehmerin an diesem Projekt in Sachen  "tu dir was Gutes im Advent" dabei gewesen zu sein. Da ich ja wirklich bei Beginn niemanden kannte war die tägliche Überraschung deutlich größer als bei einem Schokokalender, in dem sich die Teilchen gerade mal durch Form und Größe unterscheiden.
Jede und jeder von uns hat sich viele Gedanken ums Geschenk und solch eine Mühe beim Herstellen und Verpacken gemacht! Chapeau!! Fühlt euch alle einmal fest gedrückt, denn ihr alle seid die beste Medizin für mich gewesen, einfach unbezahlbar!

Aber nun für alle, die nicht dabei waren, die kein Päckchen zum Auspacken hatten, kommen nun die letzten acht hübschen Kleinigkeiten.

Tag 17

Kerstin zauberte einen Schlüsselanhänger mit zauberhaften Dalarna-Pferdchen. Diese Art von Aufhängung für den Schlüsselring kannte ich noch nicht und er hat auch schon seinen Schlüssel gefunden! Danke.


Ich habe bewusst beim Fotografieren das "Tütchen" von Ulrike, sie hatte uns am 16. mit einem hübschen Gebinde zu Rudolph dem Rentier überrascht gehabt, denn es zeigt beim genauen Hinschauen bei beiden die Hingabe zum Detail. So sauber möchte ich auch nähen können!

Tag 18

Guido brachte einen neuen Schmuck für meinen Statt-Weihnachtsbaum-Oleander. Sein Stern mit Perlenschweif fühlt sich wohl zwischen dem Grün und den Engeln. Dankeschön.


Tag 19

Merle überraschte mit einer genähten Sternenkette. Die Kombination zwischen ihren gemusterten Sternen und meinen aus Pergamentpapier sieht toll aus. Ich liebe Sternenketten! Das ist auch nicht zu übersehen, wenn man unser Schulhaus zur Weihnachtszeit besucht.
Vielen Dank!


Tag 20

Melanie hat sehr viel Geduld und ein ruhiges Händchen gehabt für diese kleinen, filigranen Sterne aus kleinen Zweigen, von denen ich einen ab bekam! Bewundernswert, wenn ich mir vorstelle wie solch kleine Teile immer wieder weg flutschen bevor sie an Ort und Stelle endlich fest gezurrt sind.
Dankeschön!


Tag 21

Iris' Tütchen brachte noch eine Sternenkette, dieses Mal nicht genäht sondern geknotet. So zwischen meinen halbtransparenten Sternen und der gemusterten Kette von Merle gehängt bekomme ich schon wieder neue Ideen für die kommende Weihnachtszeit. :D Sehr hübsch wie sich diese Sterne wieder ganz anders im warmen Luftstrom (m)einer Heizung bewegen.
Danke Iris.


Bevor ich mich jetzt nach dem Fotografieren über meinen Sternensregen einfach nur freuen konnte hatte Katerchen noch etwas mitzuregen. Siehe Katzenminiquilt auf dem Fensterbrett - es ist sein Platz!


Er fand ihn wohl etwas zu "leer" und holte sich einen der Faltsterne dazu. Angeschleppt, plopp ausgespuckt und ...


... Spielplatz eröffnet! Als ob er keine anderen Plätze zum Spielen hätte und als ob er sonst der Spielertyp wäre! Chewie spielt (fast) nie und wenn kurz, knapp und fertig.


Nicht heute!
Ich räumte den Hintergrund zum Fotografieren weg (wer will schon geparkte Autos sehen, wenn es um weihnachtliche Sterne geht?), hatte noch die Kamera in der Hand und sah aus den Augenwinkeln ... "Chewie" und drückte auf den Auslöser: Der sonst nicht spielende Kater spielt! Immer noch!



Mit Hingabe und eigentlich geht er ganz vorsichtig an die Sache heran.






Tatsächlich bleiben die Sternenketten heil und hängen noch! :D
Tatsächlich sind die Sterne inzwischen nicht mehr interessant (für ihn!).

Tag 22 und Tag 23

Passender hätten diese zwei Päckchen nicht verteilt werden können!
Zuerst fiel aus Judiths Päckchen ein weihnachtsmännlicher Eierwärmer und tags darauf gab es von Iris Eier"becher" in hübscher minimalister Variante aus Perlen.
Zum Thema Erwartungshaltung muss ich an dieser Stelle noch etwas loswerden. Judiths Blog mit Namen judithhaekelt lässt ja eigentlich erwarten, dass aus ihrem Päckchen etwas gehäkeltes purzelt. Denkste! Judith kann auch stricken, Mützen zum Beispiel. Damit hast du, liebe Judith, bewiesen - nichts kommt, wie man denkt! Super.
Danke Iris und danke an Judith.


Tag 24 und Heiligabend

Das letzte Päckchen ist dran. Irgendwie traurig und doch so schön - EINES geht noch! Uuuuunnnnddd ....

.... tadaaaaaa ....


Ute gibt uns noch etwas Würze für unsere Festtagsküche mit. Passt super und wird auch gleich eingesetzt! Danke!

Wer jetzt denkt, dass die Strippe an der der Adventskalender mit alle seinen Päckchen hing jetzt schlaff und leer an der Wand hängt, irrt! Freie Plätze wurden mit der Weihnachtspost bestückt!


Nun muss Kind 2 nur noch ein Geschenk fertig einpacken! Hmm? Vor 10 Minuten war es auch nur eines und dann habe ich helfen dürfen. Jetzt ist immer noch eines übrig :D und die Familie ist kurz davor eine Suchmeldung zu starten wo wir bleiben.

Fertig.
Weihnachten.
Taschen schnappen und los.
Es ist Heiligabend und Abend.
Ich wünsche allen schöne Weihnachten.

Montag, 21. Dezember 2015

Flaschen und Gläser verpacken - simpel und trotzdem schön

oder ...

Flaschenverpackungen aufpeppen mit Schleife aka Fliege

Egal zu welchem Anlass verschenke ich am liebsten Selbstgemachtes oder Leckeres aus der Region. Das wird gegessen und getrunken, hat den Flair von Heimat oder süddeutschem Lokalkolorit und hinterher muss nichts mehr verstaut oder abgestaubt werden.

Wenn da nicht jedes Mal die Überlegung wäre: Wie verpacke ich Gläser und Flaschen?

Flaschentüte auf, Flasche rein - nein!
Bei mir kommt keine Flasche nackig in die Tüte, schon gar nicht so ganz alleine. Jede Flasche, jedes Glas bekommt zumindest einen Anzug in Form einer Manschette, ob groß oder klein, dick oder dünn. Vorher sind sie nicht reif für eine Tüte.

Flaschen- / Gläserverpackung minimalistisch

Geschenke in Flaschen und Gläsern 2015, Teil 2 aufgereiht (Teil 1 ist schon verschenkt, Teil 2 geht auf Reisen, Teil 3 ist in Vorbereitung)


Der Tatort.


Der Catwalk.
 

Der Catplace als Nebenschauplatz.


How to do ...


 Die Höhe vom Flaschenboden bis zur ersten Krümmung messen.
 Papierstreifen zuschneiden, der genügend Länge und Breite zum Umschlagen hat.


Umgeschlagen und gefalzt werden die langen Seiten und die Klebekante. Die Falze an den langen Kanten gibt Stabilität und es sieht einfach besser aus bei dünnem Papier. Eine gerade Schnittkante sieht bei der Manschette nur bei sehr dickem Papier gut aus.

Die fertige Manschette kann jetzt noch nach Geschmack beklebt und verziert werden. Ich bevorzuge es schlicht:
So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Aber manchmal darf es (vor allem bei Flaschen) ein wenig mehr sein.


Flaschen- / Gläserverpackung aufgepeppt mit falscher Schleife


Noch ein Catwalk.




Für die Schleifen habe ich keine feste Schablone und ich schneide sie jedes Mal neu, "aus der Hüfte heraus", wie es gerade so kommt. Für diesen Post wollte ich es dann mal ordentlich machen und prompt schlich sich ein Fehler in die Zeichnung ein. Beim mittleren Verbindungsstück, dem "Knoten",  habe ich mich vertan. Er muss fast doppelt so breit sein (auf dem nächsten und vor allem auf dem vorletzten Bild zu sehen).


Der Tatort.


Alle vier Teile nach den Schablonen zuschneiden.


Zuerst die Schleife kleben und darüber das Schleifenband.


Den Knoten um die Schleifenteile legen und NUR das Schleifenband für den Knoten kleben!


Das Band für den Flaschenhals durch den "Knoten" schieben und ihn etwas zurecht drücken.



Die Schleife um den Flaschenhals legen, auf die passende Länge kürzen und kleben. Fertig!



Die Korrektur.


Ausgehfertige Flasche.






Wenn die Schablone fertig ist geht das Schleifenkleben fix voran und macht Spaß.
Auf jeden Fall ist die Freude der Beschenkten doppelt so groß wenn sie solch eine ausstaffierte Flasche aus der Flaschentüte ziehen.


Freitag, 18. Dezember 2015

Weihnachtsdorf in klein und schlicht

oder ...

Mein Beitrag zum DIY-Adventskalender 2015



Ein Haus allein ist ein Einsiedlerhof oder eine Einsiedelei. Bei zwei Häusern kann schon von einem kleinen Dorf gesprochen werden, wenn es sich, laut Wikipedia, um eine Gruppensiedlung mit geringer Arbeitsteilung handelt. Ein Haus trägt eine Kerze, das andere einen Stern, bedeutet: Arbeitsteilung, also Dorf. Dreiundzwanzig solcher kleinen Dörfchen stellte ich für den DIY-Adventskalender für dieses Jahr her, obwohl ich ursprünglich mit einem ganz anderen Gegenstand teilnehmen wollte.

Als ich Mitte Oktober über die Blogpostreihe 12 von 12 über die Idee zu diesem Kalender buchstäblich stolperte, war ich gerade mitten im Häkelfieber, nach
2012 Häkelkissen
2013 Aufbewahrungskörbchen in Varianten
auch
2013 das Ende der unendlichen Geschichte vom Pullover aus Rosetten
nun
2015 Mützen und diese Kleinigkeit ...


..., die ich wegpackte, als klar war, dass wir ein gemischtes Team in Sachen Kalender sein werden.

Eine neue Idee musste her! Mitten in den Vorbereitungen zu einem Weihnachtsmarkt. Mein interner Ideen-Pool wie ausgeschaltet. Kein kreativer Blitzgedanke. Da half auch keine Klositzung. Mit meinen Kindern gesprochen. Zum Schluss meine Geheimwaffe wenn gar nichts mehr geht - Mutter fragen, besser, bei Mutter internen Ballast abladen.
Darauf folgte dieser Dialog.
Mutter: "Wieso willst Du was anderes machen?"

Ich mit ungeduldigem Stoßseufzer: "Was soll ein Mann mit solchem Schnickschnack anfangen?"
Meine Mutter: "Verschenken! Ich würde mich über solch ein Teil freuen!
Okaaayyyy, den Wink mit dem Zaunpfahl habe ich verstanden! liebste Mutti der Welt! *
 
Einen Tag später, im Maschinenraum, beim Vorbereiten für weitere Produkte, die unsere Schüler für den Weihnachtsmarkt herstellten, war die Alternativ-Idee geboren. Wie üblich sägte ich die Reststücke auf gleiche Größe zu und stellte sie in eine der Sammelkisten. Beim Wegstellen schaute ich noch einmal in diese Kiste ...



... die Rädchen in meinem Kopf drehten sich, ich erinnerte mich an ein Schaufenster das ich fotografiert hatte, klickte mich durch die Fotogalerie in meinem Handy, wurde im Frühjahr des Jahres fündig, zog meine Jacke wieder aus, stellte den Strom für die Maschinen wieder an.

Eine Stunde danach stand der Prototyp fertig vor mir, bereit für eine Begutachtung durch Kollegen.

Zwei Stunden später waren die Sterne fertig und ich war unterwegs um zusätzliches Material zu besorgen.



Zwei weitere Arbeitsstunden Stunden später standen die kleinen Häuschen mit Dachschräge, Bohrung für Stern und grob geschliffen in der Kiste.



Zwei Schablonen zum Anzeichen etc. hergestellt und ran an die Kreissäge, Bandsäge, Ständerbohrmaschine, Schleifteller und Schleifband und die Kerzenständerhäuschen reihten sich in der Kiste auf.
Stopp, ich vergaß, die Schornsteine sind reine Handarbeit mit Bügelsäge, Feile und Schleifpapier!



Alles durchsortiert und abgezählt. Es sollte nicht das letzte Mal sein!


Passende Kerzen organisiert und es konnte an das Verpacken gehen.


Bei diesem Teil bekam ich das Gefühl nicht los, dass dieser Teil der komplizierteste und zweitaufwendigste war. Das konnte auch täuschen, doch zum Schluss steckte alles im Karton, nach zwei Mal auspacken und nachzählen.







Leider habe ich aus irgendeinem Grund keine weiteren Fotos von den verpackten Dörfern gemacht. Es ist mir ein Rätsel.



Nachdem mir die Herstellung so viel Spaß gemacht hatte habe ich mich sehr gefreut Freude mit meinen Häuschen machen zu können - mehr dazu auf meinem letzten Blogpost.