Sonntag, 14. Juni 2015

Tiere filzen ohne Ende #2

oder ...

Schwabenkater #4 und 5 aus Katzenhaar


Nun kommt er doch noch, der zweite Teil zum Bericht vom Filzkurs in Oberrot, den ich Anfang Juni 2015 gemacht habe (Link zum Teil 1).
Ich hatte vom kardierten Katzenhaar ein Paket dabei und machte mich am zweiten Tag daran das von Gabi von Filzkram Gelernte auch an diesem Material einzusetzen.
Auch der kleine Kater, den ich trocken mit der Nadel gefilzt hatte - der Kleine aus der Spargelschale - war im Gepäck um ihn hier weiter zu bearbeiten.
Trocken genadelter Filz ist wenig stabil und kann nicht so sehr beansprucht werden. Deshalb begannen meine Versuche Katzenhaar nass zu filzen, allerdings waren sie nicht immer erfolgreich, selbst wenn ich es auf einen Korpus auf Schafwolle auffilzte. Vor allem das Haar von Maine-Coon-Kater Francis, das ich bisher verwendete, ist sehr fein und in nass-seifigem Zustand fast nicht in Form zu bringen. Daran lässt sich nichts ändern, aber mit etwas mehr Erfahrung weiß ich nun:

Es geht tatsächlich Katzenhaar von Anfang an nass zu filzen. Es geht, aber es ist wie Laufen auf rohen Eiern.

Zuerst landete der vorbereitete kleine Kater in der heißen Seifenlauge und bekam noch ein paar mehr Schichten Wolle auf seinen "Pelz".






Hübscher wurde er durch diese Behandlung erst einmal nicht. Doch seine Oberfläche wurde deutlich dichter. Gespült ging es ans Walken und zum Schluss in Form gedrückt kam doch wieder ein Katerchen zutage, deutlich geschrumpft!






Den zweiten Kater filzte ich von der ersten Kugel an mit ansetzen, Schichten auflegen, mit Seifenwasser bearbeiten, usw. nur aus Francis-Wolle. Immer wieder stand ich kurz vor dem Verzweifeln. Ohne die Aufmunterung von den anderen Kursteilnehmerinnen und ohne die Tipps von Gabi als Kursleiterin hätte ich vermutlich aufgegeben. Danke!

So stehen nun zwei stabile Schwabenkater hier, die aus reiner Katzenwolle nassgefilzt entstanden sind.

Der Fototermin zuhause gestaltete sich schwierig. Neugierig, wie Chewbacca nun einmal ist, beäugte und beschnupperte mein Kater die neuen Mitbewohner.



Noch schwieriger wurde es, als ich noch einen Geruch dazu brachte!

Meine Freundin hat mir zwei Tüten herausgekämmtes Unterhaar eines Hundes bis aus Spanien mitgebracht, von einem Alaskan Malamute.
Das gibt viel zu tun. Bloß wann?


Bis mir einfällt was ich aus diesem Materialberg machen werde wandert der wieder in die Tüten und in den Keller. Die zwei Schwabenkater dürfen in einem Regal Stoffreste bewachen.



Kommentare:

  1. Darf ich mich zum Spinnen-Stricken-Häkeln-Filzen-Werkeln-Kurs anmelden? Ich möchte das bitte auch können! Die Katerchen sind ja sooo niedlich! Liebe Grüße, Beatrice

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    1. Danke Beatrice, die Kater gefallen selbst mir!
      Die letzten Tage habe ich mich eher kursuntauglich mit Sägen-Bohren-Schleifen (-Schrauben-Schmieren-Reparieren) beschäftigt. :)
      Viele Grüße,
      Karin

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  2. Ich bin total angetan von deinen überaus tapferen Schwabenkatern!
    Und aus der Hundewolle mußt du natürlich ein paar Spaniel filzen!
    Herzliche Grüße ins Schwabenland,
    Gabi

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    1. Du sprichst mit aus dem Herzen! Auch wenn das Hundewollzeug von einer Art Schlittenhund stammt, von der Farbe her muss da was schlappohriges heraus kommen. ;-)
      Viele Grüße in den schönen Norden,
      Karin

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