Mittwoch, 10. Juni 2015

Schwein gehabt und schon verschenkt

oder ...

Frustabbau mit "saumäßigem" Ergebnis


Eigentlich sollte spätestens heute der zweite Teil meines Berichts vom Filzkurs in Oberrot hier stehen. Ist nicht so, leider. Er kommt noch, versprochen.

Mich hatte die letzten Tage eine emotionale Keule erwischt, die ich verarbeiten musste. Von "ich kündige" bis "ich wandere aus" gab es sogar kurz den Gedanken meinen Paladin bei 'World of Warcraft ' zu aktivieren um ordentlich hauen und stechen zu können.
Eine gute Portion Zorn gepaart mit Enttäuschung von menschlicher Seite wollte abreagiert werden und ich fand den kleinen Weg dafür:

Nadeln stechen auf eine Kugel Rohwolle!

Es floss Blut! - Meins. War keine Absicht. Nicht sauber gezielt. Falsch getroffen. Dumm gelaufen.

Trotzdem weiter gemacht. Dabei etwas ruhiger geworden und langsam wieder geerdet ein rosa Schwein zusammengenadelt vor mir liegen gehabt. Das sollte wohl so sein!




An dieser Stelle wusste ich dann auch, dass sich der Weg von Schwein und mir trennen wird! Bald, gleich am nächsten Tag, zum Geburtstag einer lieben Kollegin.

Dazu musste allerdings noch einmal Blut fließen, beim Schneiden der Rosen in meinem Mini-vor-dem-Balkon-Garten, denn solch ein Schwein in Papier zu verpacken geht gar nicht! Solch ein Schwein passt am besten in einen rosa Rosenstrauß hinein!



Naja, am Anfang versuchte sich die kleine Sau noch zu verstecken! Aber dann ... ;-)





Großes Glück der kleinen Sau - sie ist NICHT essbar!

Kommentare:

  1. Solche Tage kenne ich auch. Aber irgendwie beruhigt handarbeiten ungemein. Viele Therapeuten empfehlen es inzwischen. Soll ähnlich wirken wie Rauchen und Schokolade essen nur ohne die schlimmen Nebenwirkungen. Ok, von Wollkaufexzessen und überstrapazierten Gelenken und blutigen Fingern mal abgesehen. Dein Schwein ist sehr süss geworden, wird die Kollegin sicher freuen.

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    1. Meine Kollegin hat sich sehr über das Schweinchen gefreut. Das Thema 'Schwein' ist ein 'running gag' zwischen ihr und mir, da ich vegetarisch lebe und sie als waschechte Schwäbin Fleisch auf dem Tisch braucht. Zur Mittagszeit fallen dann schon entsprechende Sprüche, wie "Ist Karin da? Dann kann ich jetzt meine Sau aus dem Kühlschrank lassen?". Alles völlig harmlos, denn ich bin eine entspannte Vegetarierin und kann Späße darüber mitmachen.
      Ansonsten, du hast recht. Handarbeiten und Kunst sind Therapie. In grauer Vorzeit war Kunsttherapeutin mein großer Berufswunsch - leider war Bremen sooo weit weg von Stuttgart.
      Viele Grüße,
      Karin

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  2. Perfekt- aus einer Portion Wut und Zorn wird so ein knuddeliges kleines Schweinchen!
    So sollte es immer sein!
    Mit lieben Grüßen
    Gabi

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