Sonntag, 28. Juni 2015

Rosen über Rosen #1

oder ...

Rosenwasser zum Beduften und für die Küche


"Rose is a rose is a rose is a rose."
(Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose."

Eine Zeile aus 'Sacred Emily' von Gertrude Stein, deren Leben und Arbeiten, ihr Umgang mit der Sprache, mich immer wieder faszinieren, nicht nur wenn gerade die Rosen blühen.

Es ist Juni und die Rosen blühen in den Gärten, Parks und in meinem schmalen Gartenstreifen vor dem Balkon. Der 'Schottische Rosengarten' am Unteren See in Böblingen, bei Stuttgart, ist in diesen Tagen ein Fest für alle Sinne. Es duftet, es leuchten die Farben und es summen und brummen Bienen, Hummeln und anderes Getier.







Rote Rosen, gelbe, weiße, duftende Rosen, gefüllte Rosen, veredelte Rosen, wilde Rosen, ... viele Rosen.
Viele Rosen duften nicht, sehen einfach nur gut aus, wie eine alte englische Sorte vor meinem Balkon. Dafür duftet die Damaszener Rose, die ein kleines Stück entfernt steht für mindestens zwei!

Diesen Duft möchte ich in die kalte Jahreszeit mitnehmen. Dazu hat mich Inka von blickgewinkelt mit ihren Rosenwasser-Varianten inspiriert. Ich erinnerte mich an meine Experimente mit Rosen- und Lavendelblüten und kramte meine alten Rezepte wieder heraus.

Doch zuallererst müssen Rosenblätter gesammelt werden. Viele Rosenblätter. Sehr viele! Verarbeitet werden können alle Rosenblätter, wenn sie nicht gespritzt wurden und duften!!!
Die beste Pfückzeit ist der frühe Morgen, wenn die Sonne noch nicht zu kräftig scheint. Gepflückt werden die Blüten, die gerade voll aufgeblüht sind.

Vorbereitung

Von den Blüten sollten die Blütenansätze, sie sind meist weiß, weggeschnitten werden. Sie sind bitter, sagt man, egal in welches Rezept man schaut. Warum diese mühsame Prozedur auch bei Rosenwasser zur äußeren Anwendung durchgeführt werden muss steht nirgends. Ich glaube, da hat einer vom anderen abgeschrieben ohne sich selbst Gedanken zu machen und es auszuprobieren. Für Rosenduftwasser werde ich in Zukunft wieder alle Blütenblätter, so wie sie sind verwenden.
Dieses Mal schnitt ich jedoch von allen Blütenblättern die Ansätze ab, ob weiß oder gelb, weg damit!


Rosenduftwasser zur äußeren Anwendung

Zutaten

75 g Blütenblätter (im Rezept standen 150 g)
500 ml Wasser (ich verwendete destilliertes Wasser)


Zubereitung

Von den Blütenblättern 25 g in eine Schüssel geben, die heiße Temperaturen aushält.
Das Wasser zum Kochen bringen und dann über die Blütenblätter in der Schüssel leeren. Die Schüssel abdecken und den Blütenblättersud abkühlen lassen. Den Sud in ein Sieb geben um die Blütenblätter von der jetzt schon duftenden, rosafarbenen Flüssigkeit zu trennen. Die abgesiebten Blütenblätter können weggeworfen werden und die Flüssigkeit wird wieder bis zum Sieden erhitzt.
In der Zwischenzeit wieder 25 g Blütenblätter in eine Schüssel geben und mit dem kochenden Sud übergießen. Abdecken, abkühlen lassen, absieben und den Vorgang noch einmal mit den letzten 25 g Rosenblättern wiederholen.



Das fertige Rosenwasser in dunkle Fläschchen abfüllen und kühl gestellt aufbewahren. Laut Rezept soll es ca. sechs Monate haltbar sein.
Mit diesem Rosenwasser lassen sich, mit Wasser verdünnt, gut Kompressen für geschwollene Augen machen und mir hilft es auf Insektenstichen.
Wer es mag füllt sich dieses Rosenwasser in einen Zerstäuber für heiße Sommertage.

Rosenwasser zum Kochen

Zutaten

ca. 60 g geputzte Rosenblütenblätter (das sind ungefähr vier kleine Hände voll)
500 ml destilliertes Wasser

Zubereitung

In einen Topf oder eine Schüssel mit Deckel zwei Hände voll Blütenblätter geben. Das Wasser auf ca. 40 bis 50°C erwärmen, über die Blütenblätter gießen und das Gefäß schließen. An einem warmen Ort die Blütenblätter im Wasser zwei bis drei Tage stehen lassen.


Danach die Flüssigkeit im Sieb abgießen, wieder auf 40 bis 50°C erwärmen und die zwei übrigen Handvoll Blütenblätter übergießen. Den Topf mit Blütenblättern und Sud noch einmal zwei bis drei Tag an einem warmen Ort stehen lassen. Abgesiebt und in dunkle Flaschen gefüllt hält dieses Rosenwasser gekühlt etwa ein halbes Jahr. Deshalb friere ich kleine Mengen davon ein, zum Beispiel als Eiswürfel.

Mit diesem Rosenwasser können Süßspeisen aromatisiert werden - in vielen Rezepten mit Marzipan wird Rosenwasser verwendet.

Mein Rosenwasser zum Kochen von dieser Ernte zieht zwar noch, doch es schmeckt ohne die Blütenansätze deutlich besser, als ich es von meinen letzten Versuchen in Erinnerung habe.


Kleine, unvermeidliche Gäste bei der Herstellung   ;-)



Was mir bei der Herstellung jedoch fehlte, waren die dunklen Fläschchen. Die muss ich mir erst noch besorgen. Eigentlich schade, denn das Rosenwasser hat solch eine herrliche Farbe, dass man sie nicht verstecken möchte.

Gegen diese Farbe verblasst selbst ein Gläschen Rosé bzw. Weißherbst völlig und trägt seine rosige Bezeichnung beinahe zu unrecht!


Noch ein Eindruck, gut durchgekühlt!




Donnerstag, 25. Juni 2015

Aufgeräumte Werkzeugkiste

oder ...

Simplify your life hat Stolpersteine

Juni, Jahresmitte, nebenbei auch Mitte der Woche (zum Glück). Mein Aufräum-Jahres-Projekt läuft immer noch. Allerdings wird es langsam zäh bei der Auslese.
Zumindest hat sich in den letzten Tagen meine Ansammlung an Werkzeugen etwas dezimiert und vor allem geordnet :-)





Wer genauer hinschaut und durchzählt,




tja, öhm, <blink blink>, von so arg viel konnte ich mich nicht wirklich trennen :D

Zum Glück! Aber das ist eine andere Geschichte!

Was ich in Sachen Werkzeug erreicht habe, ist, Ordnung! Dass, was jetzt noch im Werkzeugkasten seinen Platz bekommen hat wird nicht mehr verrutschen. Das verhindern simpel und einfach leere Klopapierrollen.




Schraubenzieher, Vorstecher und anderes spitze Gerät steckt nun fest, ob in den Papprollen oder außen in den übrig gebliebenen Zwischenräumen. Zangen und Blechscheren teilen sich in Reih und Glied ein Fach und für die Imbus-Schlüsselsätze fand sich auch eine Lösung.


Fazit:

Ein Regalfach ist nun frei und alles was ich an Werkzeugen für den Haushalt meine zu brauchen hat seinen Platz.
Trotzdem fühlt es sich nicht an wie "echtes" Aufräumen im Sinn von Dezimieren.

Aufräumkrise:

Auf Biegen und Brechen will ich nun wenigstens eine Häkelarbeit fertigstellen. Dazu arbeite ich vor allem in den späten Abendstunden daran, weil wir Besuch haben. Zur Ablenkung und um bei der Arbeit zu bleiben schalte ich den Fernseher an und bleibe an der Sendung auf Arte hängen:
Eine Übertragung vom Hurricane Festival in Schleeße.
Die Gruppe Alt-J wird übertragen und ich fange mir meinen Ohrwurm ein, den ich mir bei meinem letzten komplett angeschauten Krimi (Léon - der Profi, von Luc Besson mit Jean Reno und Natalie Portman) eingefangen hatte: "Matilda".
Die Häkelarbeit bleibt liegen, wahrscheinlich landet sie jetzt im Eimer und ich sitze am Rechner um das Musikstück gefühlte 100 Mal wieder zu hören! Warum? Keine Ahnung. Ab Minute 3 bekomme ich bei diesem Lied nach Jahren immer noch eine Gänsehaut.
Hört selbst das Stück und lest mehr zur Gruppe Alt-J bei: This is Jane Wayne.

Sinnkrise:

Eine Woche Familienbesuch ist vorbei. Blödes Gefühl von der Arbeit zu kommen und alle sind ausgeflogen. Dafür ist der Kater wieder krank! :(


Morgen geht es zum Tierarzt und ich werde mir im Wartezimmer noch einmal einen Artikel der "ZEIT" zum Minimalismus durchlesen, der mich heute zum Schmunzeln gebracht hat:
Das einfache Leben!
 
Zwei Tage bis zum Wochenende.



Freitag, 19. Juni 2015

Das Katzenkino bekommt einen Anbau

und ...

Kleine Alltagskatastrophen

Nichts doll kreatives heute, aber eine lange Geschichte aus dem ganz normalen Tollhaus Alltag von Meinereiner, meinem zwiespältigen Verhältnis zu Haushaltstätigkeiten und total glücklichen gefiederten Nachbarn!


Hausarbeit ist ein Notwendigding, keine Frage. Trotzdem bleibt sie bei mir viel zu oft liegen, obwohl ich lieber mit meinem Kater als mit Wollmäusen spiele. Dabei fällt mir ein, ich habe Chewie noch nicht befragt, wie er zu Wollmäusen steht. Das muss ich nachholen, denn die letzten Tage hat er mir eh nicht antworten können. Der kleine Schreihals hatte eine Halsentzündung.

Zurück zu den Hausarbeiten. Fegen, wischen, waschen, bügeln, Staub wischen, ... ich frage mich jeden Samstag, wenn ich damit anfange: "Wer hat das erfunden?", denke mir meinen Teil dazu und hoffe, dass ich dieses Mal vielleicht das volle Programm erledigt bekomme.

Meine Erfahrung:

Schaffe ich das gesamte Haushaltsprogramm am Samstag bin ich so schlapp und müde, dass ich im picobello Drumherum den Rest vom Wochenende völlig abgeschlafft, alle Viere von mir streckend vor dem Fernseher abliege. Vor meinen Augen flimmert der Bildschirm, die Augendeckel klappen zu um hinter flatternden Augenlidern mein Wunschprogramm abzuspielen:
  • endlich die Seide zu spinnen
  • ein Bild zu malen
  • nach Basel in die Kunstgalerie zu fahren - schaffe ich wohl nicht mehr :(
  • den kommenden Sommerurlaub planen - wenn ich nicht bald nach Unterkünften suche brauche ich doch ein Zelt ;-)
  • ...


Das hört sich jetzt an wie Jammern auf hohen Niveau, denn ich lebe noch, nicht wie zwei meiner Freundinnen die ihren Kampf mit Krebs in den letzten Monaten verloren haben.
Doch es nervt mich, wenn ich einfach nur so herumhänge und mir die Kraft fehlt mein Leben zu leben.

Dann doch besser putzen!

Noch eine Erfahrung:

Ich verstehe inzwischen, warum es Mitmenschen gibt, die Bügeln als entspannend empfinden. Wirklich!
Fegen, Wischen, Bügeln, Staubwischen sind so langweilige Tätigkeiten, ABER in ihrer stupiden, öden Gleichförmigkeit so was von inspirierend! Tatsächlich!

Wenn ich beim Bügeln nicht den Fernseher mit irgendeiner Soap anschalte müssen sich meine grauen Zellen selbst ein Programm machen um aktiv zu bleiben. Das geht dann in etwa so:

Das Bügelbrett aufgestellt. Das Bügeleisen in der Küche mit Wasser befüllt. Zurück am Bügelbrett den Kater vom Bügelbrett vertreiben. Das erste T-Shirt aufs Brett gelegt. Ich beginne mit bügeln. Zuerst die Ärmel, dann das Shirt gedreht. Ich drehe mich auch um und suche den Kater. Kater aus dem Bügelkorb vertrieben. Kater zieht sich beleidigt zurück. Habe ich eigentlich das Katzenkino befüllt? Muss ich später nachschauen. Das T-Shirt ist fertig gebügelt und zusammengefaltet abgelegt. Es kommt ein Kopfkissenbezug aufs Bügelbrett. Der Knopf vom Kopfkissenbezug ist lose und sollte neu angenäht werden. Wie viele Teile liegen eigentlich noch im Bügelkorb? Sind ja nur noch zwei Teile drin, aber der Knopf sollte am besten gleich angenäht werden, sonst ist er in der nächsten Wäsche weg! Wo sind eigentlich die Ersatzwäscheknöpfe? Knöpfe könnte ich eigentlich auch wieder einmal im Technik-Unterricht machen! Den Kopfkissenbezug fertig gebügelt. An der Ecke, eine Straße weiter, hat jemand Äste vom Kirschbaum liegen. Den Kissenbezug gleich auf das Kissen gezogen und der Knopf geht ab. Rollt weg und ist nicht zu finden. Sch ...! Egal. (Sagen meine Schüler auch immer.) Noch ein T-Shirt auf das Bügelbrett gelegt. Keine Lust mehr auf Knöpfe! Auch nicht aus Kirschbaumholz! Ich will endlich den Bügelkorb leer und die Wäsche gebügelt haben! Ah, da ist der Knopf hingerollt! Ich bücke mich nach dem Knopf. Der Kater nutzt seine Chance und springt aufs Bügelbrett. Das Bügeleisen kippt und so wie sich das Bügeleisen im Aufdruck des T-Shirts festbrennt läuft sich bei dem dampfenden Kunststoffgeruch mein Hirn heiß:
Boah, da war doch was, was ich immer schon ausprobieren wollte!
Plastiktüten miteinander verschmelzen!
Yes!
Bloß.
Heute.
Nicht.
:(


Erst noch Staubsaugen!

Staubsaugen geht am besten mit Musik, vorzugsweise "Queen" und "I want to break free" und wenn es mal länger dauert kommt meine Haushalts-CD = "Fleetwood Mac" mit "Rumours" in den Player, laut aufgedreht zum Mitsingen.
Nun ist mein CD-Player ziemlich in die Jahre gekommen und verweigert immer öfter seinen Dienst. Zur Not kommt dann die Smartphone-Bluetooth-Minibox-Kombi in Aktion. Aber diese bringt nicht die Leistung um das Saugergetöse deutlich zu übertrumpfen, zumindest mein Gebinde. Hmpf, blöd. Dann muss frau halt schneller arbeiten, damit sie zügig durch kommt und nimmt dann weniger Rücksicht auf das was im Weg steht. Ah, eine Wollmaus in der Ecke! Die muss noch weg! Also Düse abgesteckt und mit dem Schlauch direkt auf Flusenjagd unterwegs. FLUPP!
Am Schlauchende steckt das verloren geglaubte Fläschchen Schnupfenspray! Kurz gefreut und fix zugepackt um es aus dem Sog zu retten. FLUPP.
Verflixt dumm gelaufen! Vor dem Zugriff hätte ich doch besser den Staubsauger ausstellen sollen. Zwischen meinem Daumen und Zeigefinger klemmt nur der Verschluss und der Sprühaufsatz! Vom Fläschchen ist nichts zu sehen und zu erfühlen. Den Staubsauger abgestellt und den Stecker gezogen. Den Schlauch von der Maschine genommen, geschüttelt, alle biegbaren Teile gebogen, gedrückt und geknautscht. Nichts. Durchgeschaut. Der Schlauch hat einen Knick mit einem gebogenen Kunststoffstück, dass abmontiert werden kann. Schlauch auseinandergenommen - Werkzeug liegt ja parat (siehe 12 von 12 im Juni 2015) und - nichts! Den Schlauch wieder zusammengesetzt und an die Maschine gesteckt stecken wollen! Nee, oder? Da steckt das Teil kurz vor dem Auffangbehälter! Gut sichtbar! ARGH! Eine Stunde vertan! Was war ich sauer mit mir selbst! Schlauch an die Maschine. Staubsaugerdüse an den Schlauch. Stecker in die Steckdose. Das verflixte Teil angeschaltet. Mich und das Gerät in Bewegung gesetzt. Fluchend. Der Kater hat sich in Sicherheit gebracht. Ich will jetzt eine Böse sein, fahre mit dem Ding wie ein Berserker in die nächste verkramte Ecke. Bringe ein Bündel Bambus, aus dem Sohnemann vor Urzeiten ein Regal zimmen wollte, zum Einsturz. Der Kater verzieht sich zur Sicherheit in den Kleiderschrank und wirft auf dem Weg den Einkaufkorb um. Himmeldonnerwetteraberauch! Ich stelle den Staubsauger ab, schaue mir die Katastrophe an und ... habe eine Idee. Nichts großartiges, Hauptsache ein Ortswechsel ist in Sicht!

Manchmal kaufe ich mir Sachen, einfach weil sie im Angebot sind und ich mir vorstellen kann, daraus etwas machen zu können. Deshalb landete beim Einkauf aum Morgen auch ein apfelähnliches Schälchen auf einem Bambusstiel in meinem Einkaufkorb (dem, den Katerchen später dann umgerannt hat). Zuhause stellte ich dann mit Brille auf der Nase fest warum das Teil so billig gewesen war. Ich muss mir langsam wirklich eine neue Gleitsichtbrille anpassen lassen!


Zerrupfte künstliche Blätter einfach mit Tesafilm an den "Stiel" gefummelt! 

Auf jeden Fall lasse ich alles stehen und liegen, schnappe mir das Holzapfelstielschälchen und eine der Bambusstangen und marschiere damit in den Werkraum meiner Schule. Mörderheiß da drin, doch gut für meine Betriebstemperatur! :D
Zwanzig Minuten später sind ein Stück Bambusstange und das Schälchen zusammengesteckt und neben dem Katzenkino = Futterhaus platziert.








Meine Vögel vor dem Haus füttere ich das ganze Jahr. Mich freut es. Der Kater ist beschäftigt. Nachbarskater als Freigänger auch. Ob die Fütterung auch im Sommer richtig ist, darüber wird viel diskutiert. Ich habe es auch viele Jahre nicht mehr gemacht und bemerkt, dass das Futterhaus unter Umständen im Winter völlig unbesucht im Baum hing. Biete ich das ganze Jahr über Futter an kommen die Vögel regelmäßig.

In dem "Anbau", der hoch genug ist, dass Nachbarskater keine leichte Beute hat, biete ich getrocknete Mehlwürmer an. Mal sehen wer sie annimmt.



Dauergäste sind Herr und Frau Kleiber, aber auch Mister Buntspecht. Vor allem letzterer hat mit seinen Krallen seit Februar die komplette Leiste vor der Erdnussfutterkammer abgearbeitet!








Wenn gar nichts mehr klappt muss einfach ein wenig Auszeit sein! Damit erreiche ich mehr als mit Süßigkeiten. Die sitzen schneller auf der Hüfte, als sie sich abbauen lassen und die letzte Schokolinse hat mir einen Zahnarzttermin eingehandelt - wieder ein Stück Zahn weniger.






Sonntag, 14. Juni 2015

Tiere filzen ohne Ende #2

oder ...

Schwabenkater #4 und 5 aus Katzenhaar


Nun kommt er doch noch, der zweite Teil zum Bericht vom Filzkurs in Oberrot, den ich Anfang Juni 2015 gemacht habe (Link zum Teil 1).
Ich hatte vom kardierten Katzenhaar ein Paket dabei und machte mich am zweiten Tag daran das von Gabi von Filzkram Gelernte auch an diesem Material einzusetzen.
Auch der kleine Kater, den ich trocken mit der Nadel gefilzt hatte - der Kleine aus der Spargelschale - war im Gepäck um ihn hier weiter zu bearbeiten.
Trocken genadelter Filz ist wenig stabil und kann nicht so sehr beansprucht werden. Deshalb begannen meine Versuche Katzenhaar nass zu filzen, allerdings waren sie nicht immer erfolgreich, selbst wenn ich es auf einen Korpus auf Schafwolle auffilzte. Vor allem das Haar von Maine-Coon-Kater Francis, das ich bisher verwendete, ist sehr fein und in nass-seifigem Zustand fast nicht in Form zu bringen. Daran lässt sich nichts ändern, aber mit etwas mehr Erfahrung weiß ich nun:

Es geht tatsächlich Katzenhaar von Anfang an nass zu filzen. Es geht, aber es ist wie Laufen auf rohen Eiern.

Zuerst landete der vorbereitete kleine Kater in der heißen Seifenlauge und bekam noch ein paar mehr Schichten Wolle auf seinen "Pelz".






Hübscher wurde er durch diese Behandlung erst einmal nicht. Doch seine Oberfläche wurde deutlich dichter. Gespült ging es ans Walken und zum Schluss in Form gedrückt kam doch wieder ein Katerchen zutage, deutlich geschrumpft!






Den zweiten Kater filzte ich von der ersten Kugel an mit ansetzen, Schichten auflegen, mit Seifenwasser bearbeiten, usw. nur aus Francis-Wolle. Immer wieder stand ich kurz vor dem Verzweifeln. Ohne die Aufmunterung von den anderen Kursteilnehmerinnen und ohne die Tipps von Gabi als Kursleiterin hätte ich vermutlich aufgegeben. Danke!

So stehen nun zwei stabile Schwabenkater hier, die aus reiner Katzenwolle nassgefilzt entstanden sind.

Der Fototermin zuhause gestaltete sich schwierig. Neugierig, wie Chewbacca nun einmal ist, beäugte und beschnupperte mein Kater die neuen Mitbewohner.



Noch schwieriger wurde es, als ich noch einen Geruch dazu brachte!

Meine Freundin hat mir zwei Tüten herausgekämmtes Unterhaar eines Hundes bis aus Spanien mitgebracht, von einem Alaskan Malamute.
Das gibt viel zu tun. Bloß wann?


Bis mir einfällt was ich aus diesem Materialberg machen werde wandert der wieder in die Tüten und in den Keller. Die zwei Schwabenkater dürfen in einem Regal Stoffreste bewachen.



Freitag, 12. Juni 2015

12 von 12 im Juni 2015

oder ...

Aufräumen, Abräumen, Abreißen und mehr

Es ist Freitag. Herrlich dieser Gedanke.
Es ist kurz vor dem Wochenende und die Projektprüfungen enden mit ihrer Durchführungsphase für meine Schüler um 12.00 Uhr!

6.50 Uhr
Die Zeitung aus dem Briefkasten geholt und nett mit "Streetart" begrüßt worden. Ich kenne die Handschrift! :D


7.30 Uhr
Auf dem Weg in die Schule vertue ich das erste Mal heute Zeit. Das Licht ist sooo herrlich zwischen den Bäumen im Park neben meiner Schule, da konnte ich nicht widerstehen ... aus fünf Minuten Schulweg wurden zwanzig, ...


10.00 Uhr
Im Schulgarten nach Schülern geschaut und wir freuten uns gemeinsam über die wuchernden Kartoffeln und die grünen Tomaten!


13.30 Uhr
Endlich zuhause und es gerade noch geschafft ein paar Sonnenstrahlen zu genießen.


Dazu ein paar Nüsse und Mandeln aus Usbekistan von einer lieben Kollegin geknabbert.


15.30 Uhr
Zwischen Wäsche waschen und dem kleinen bisschen Haushalt, der über die Woche liegen geblieben war, mich an einen Aufräumnotstand erinnert - das überquellende Werkzeugregal mit längst zu kleiner Werkzeugkiste.


Ich stelle mir wieder die Frage: Wie viele Werkzeuge braucht die Frau?

Draußen höre ich bei diesen Überlegungen Krachen und Getöse, an- und abschwellend. Es irritiert mich, doch dann erinnere ich mich, ein großes Bürogebäude wird abgerissen! Das interessiert mich dann doch eindeutig mehr, als das Sortieren der Werkzeuge mit dem Entscheidungszwang mich von einigem zu trennen. Lieber gehe ich mit Konstanze auf Fototour!
Was habe ich dann verflixt viel Zeit vertüdelt!
Ich liebe solche Szenarien!!

Von "stairway to heaven" über "E.T." und "Godzilla" war an Eindrücken alles dabei!












Was für ein Monster! 

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!

12 von 12 ist eine Blogpostidee, auf die ich über Caro von Draußen nur Kännchen gekommen bin.
12 von 12 heißt, man postet am 12ten jeden Monats 12 Bilder und dazu noch ein stückweit etwas über den Tagesablauf.
Tolle Idee.