Mittwoch, 27. Mai 2015

Häkelkörbe für Strickwerke und mehr

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Häkelwerk 2015 #1


Da steht er endlich, der Häkelkorb als erstes Häkelwerk des Jahres 2015. Es ist ein Schwergewicht, denn es stecken sechs Stränge Dochtwolle à 200 g drin!

Zwei Jahre hingen die Stränge in meinem Kleiderschrank gut ab, nahmen viel Platz weg und mussten nun endlich verarbeitet oder weiter gegeben werden. Sie waren schon im Sack, als ich die Idee hatte:

Ein Korb zum Wegräumen nach Gebrauch!

Mit doppelten Faden und mit halben Stäbchen gehäkelt brauchte ich nur eineinhalb Nachmittage und einen Abend bis zur Fertigstellung:

1. Runde Platte häkeln (wie bei den Häkelkissen)






2. Zunahmen so lange arbeiten, bis der gewünschte Durchmesser erreicht ist. Lieber etwas kleiner bleiben!



3. Ist der gewünschte Durchmesser erreicht ohne weitere Zunahmen einfach hoch häkeln.














4. Zum Schluss arbeitete ich zwei Henkel ein.





5. Fertig und in Gebrauch.











Wenn der Korb leer ist und nicht mehr gebraucht wird, zusammenfalten (was er fast von alleine macht) und ab in den Schrank geräumt.



Samstag, 23. Mai 2015

Von Spargelschalen zu (Spargel-)Schalen

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Spargelschalen upcycling


Alle Jahre wieder packt es mich im Frühling beim Spargel schälen, wenn die Fasern mal überall kleben nur nicht im Abfallbehälter. Spargel klebt so, dass es sich einfach nur anbietet auch mit den Resten etwas anzufangen. Es begann mit Papierherstellung und 2012 probierte ich die ersten Schalen
Jetzt, drei Jahre später, fand ich auf der Suche nach Dingen zum Wegwerfen (für mein Jahresprojekt) drei Tüten voller getrockneter Spargelschalen. Obwohl es das Zeug zurzeit frisch an jeder Spargelschälstation zu bekommen ist warf ich die Tüten nicht weg, sondern ich machte mich an die Arbeit.

200 g getrocknete Spargelschalen



Spargelschalen nach dem ersten Kochdurchgang



Papiersieb mit einem unfertigen Filzwerk




Spargelpülpe und Spargelpapier


Für Schalen bringe ich das geschöpfte Papier auf  einen Hohlkörper auf, hier Luftballons. Wer Katzen hat und im Freien arbeitet sollte die Objekte vor Fliegen schützen, ...

 

... sonst sieht das Ergebnis schnell so aus! ;-)
 



Die Trocknung braucht Zeit! Viel Zeit! Viel Geduld! Dazu sollte es ein trockener, windgeschützter Platz sein. Direkte Sonne beschleunigt die Trocknung, aber ich habe damit keine gute Erfahrung gemacht.
 












Das Ergebnis ist eine federleichte Schale. Außen ist die Oberfläche rauh durch die groben Fasern. Innen ist die Schale glatt und hat einen leichten Glanz, da die Fasern direkt auf der glatten Luftballonoberfläche auflagen.










Noch weiß ich nicht, wie ich die Schalen weiter bearbeiten werde. In einem Topf köchelt der Rest der Spargelschalen. In einem anderen probiere ich eine andere Faser aus, die sehr geruchsintensiv meine Küche verstänkert. 

Inzwischen sind Ferien und das Pfingstwochenende liegt vor uns.

Frohe Pfingsten und an alle Urlauber: Gute Reise und kommt gesund zurück!





Donnerstag, 21. Mai 2015

Wurmlinger Kapelle

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Kleine Auszeit in der Wochenmitte

Wer zwischen Herrenberg nach Tübingen entlang der B28 fährt, kennt diesen Blickfang. Egal aus welcher Richtung man kommt fällt auf dem Weg die Silhouette mit Türmchen am Horizont ins Auge. Ist man hier zuhause freut einen einfach der hübsche Anblick.
Bis der Gedanke kommt:
"Irgendwann gehe ich da auch mal (wieder) dort hin, zur Wurmlinger Kapelle St. Remigius!"



Es lohnt sich wirklich die Hauptstraße in Unterjesingen in Richtung Rottenburg zu verlassen, um zuerst nach Wurmlingen und von dort aus so nah wie möglich an die Kapelle zu fahren. Letztlich muss das Auto auf einem Parkplatz abgestellt werden und man muss die 1,5 km zur Kapelle zu Fuß laufen. Der Weg geht teilweise sehr steil bergauf, aber, wer sich christlich gesinnt darauf einlässt, kann an 14 Stationen zum Kreuzweg Einhalt einlegen.
Wer mehr weltlich interessiert ist wird über Infotafeln am Weg über den Weinanbau in dieser Gegend kundig gemacht und kann zusehen, wie sich die Weinreben hier entwickeln.





 


An der Kapelle angekommen fällt einem, schwer schnaufend nach der Steigung hier hinauf, zuerst ein Gedicht von Ludwig Uhland ins Auge, bevor man entdeckt, dass die Kapelle nur an Sonntagen zu besichtigen ist, rund um die Kapelle ein Friedhof liegt und rundherum ein atemberaubender Ausblick auf den Schönbuch und die Schwäbische Alb ist.


 


 



Nebenschauplätze auf dem Weg ...









Wohin der nächste Ausflug geht? Vielleicht zu diesem Ort, der von hier aus auf der Schwäbischen Alb zu sehen ist - die Burg Hohenzollern.



Es war ein herrlich entspannter Mittwochnachmittag, den ich allerdings schon Anfang Mai 2015 hatte.

Montag, 18. Mai 2015

Busy Sunday

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Wie man sich wenig erfolgreich vor Verpflichtungen drückt

Der Sonntag hätte so schön sein können, denn ich hatte durch die geschenkte Zeit der Feier- und Brückentage wirklich alles erledigt:

Müll sortiert und weggebracht
Blumen gegossen
auf den paar Teppichen Staub gesaugt
die blanken Böden gewischt
Staub gewischt
Wäsche gewaschen
gebügelt
aufgeräumt
...

Wenn da nicht noch, durch Ehrenamt und Jahres-Mitgliederversammlung ein Protokoll zu schreiben gewesen wäre.

8.45 am Sonntag aufgewacht drängte sich diese Verpflichtung als erstes in der Reihe an Gedankensplittern auf, unter der Rubrik "erst die Arbeit, dann das Vergnügen". Aber zum Glück gab es eine kleine Kleinigkeit, die mich daran erinnerte, dass an diesem Sonntag angenehmeres gemacht kann, wie:

1. Den letzten Bärlauch des Jahres nach Rezept von Kollegin Eva zu Pesto verarbeiten!


2. Die ersten deutschen Erdbeeren des Jahres genießen!


3. Alle Kissenbezüge des Hauses in neues Orange waschen!


4. Spargelreste vom Spargelschälen auf Luftballons klatschen.


5. Spargelschälreste zu Papier-Matsch verarbeiten und Fliegen anlocken. (Letzteres nicht geplant.)


6.  Kater in seiner Langeweile stören!


7. Häkelkorb fertigstellen!


8. Schulgarten gießen und die ersten zukünftigen Tomaten entdecken!


9. An schrägen Filzvögeln nadeln.


10. Stricken


Ich gab irgendwann auf, schrieb das Protokoll, worauf ich weder Samstag noch Sonntag Lust hatte, damit ich an diesem Blogpost mit ruhigem Gewissen schreiben konnte.

Leider, leider kam ich nicht mehr dazu mich um diesen kleinen Katerkerl zu kümmern, der mich am Morgen vom Protokollschreiben als erstes abgelenkt hatte:


Der Sonntag war einfach zu kurz!