Freitag, 2. Januar 2015

Himlamat - ein himmlisches Dessert

oder ...

Rote Beeren luftig leicht angerichtet im schwedischen Tiramisu

Es gibt fast kein (Weihnachts-)Fest in meiner Familie ohne Himlamat. Das ist einen schwedischer Nachtisch-Klassiker mit zahlreichen Varianten und auch unter dem Namen Änglamat bekannt.


Die Übersetzung von Himlamat ist schon Aussage genug: Himmlische Mahlzeit! ;-)
Hinter Ängla steckt der Begriff Engel, und was Engel mögen kann für uns Menschen nur lecker sein.

Das Grundprinzip der Herstellung ist einfach: Drei Lagen leckerster Bestandteile drei Mal abwechselnd übereinander geschichtet und ab in den Kühlschrank für mindestens 24 Stunden, besser 48, und dann servieren. Zwei Bestandteile sind immer Preiselbeerkompott und geschlagene Sahne.



Preiselbeerkompott
500 g Preiselbeeren (es gehen auch tiefgekühlte)
100 ml Wasser
200 - 300 g feiner Zucker

Preiselbeeren, Wasser und Zucker in einen einen Topf geben, aufkochen und mindestens 8 Minuten köcheln lassen. Dabei muss gerührt werden, damit das Kompott nicht überkocht. 
Abkühlen lassen.
Die Konsistenz sollte flüssiger als Marmelade sein.

Eine Alternative zu Preiselbeeren ist ein Kompott aus Cranberries. Cranberries haben den Vorteil, dass sie etwas weniger Zucker brauchen.

Kompott aus Cranberries
340 g Cranberries
340 ml Wasser
175 g Zucker


Cranberries mit Wasser und Zucker langsam aufkochen lassen. Wenn die Flüssigkeit kocht die Temperatur etwas herunterdrehen und gleichmäßig mit einem Holzlöffel rühren bis die Beeren aufplatzen.
Die Beeren noch fünf Minuten köcheln lassen und dann den Topf vom Herd nehmen. Die Flüssigkeit in den Cranberries dickt beim Abkühlen langsam ein.


Wenn ich keine Zeit oder Lust zum selber kochen habe geht das Rezept auch mit Lingonsylt von einem großen schwedischen Möbelhaus oder anderen Preiselbeeren im Glas. Diese müssen auf jeden Fall verdünnt werden, sonst ist der Preiselbeersaft zu zäh um von den Löffelbiskuit aufgesaugt werden zu können.



Himlamat nach Art meiner Familie



Preiselbeerkompott
300 ml frische Sahne           
1 Päckchen Vanillinzucker           
150 g Löffelbiskuit
etwas Kakaopulver


Die Sahne mit dem Vanillinzucker sehr steif schlagen und etwas davon als sehr dünne Schicht auf dem Boden einer hohen Auflaufform verteilen.


Löffelbiskuit einzeln in das Preiselbeerkompott tunken (nicht zu lange) und den Boden der Auflaufform damit auslegen. Der Boden muss ganz bedeckt sein, deshalb müssen manche Biskuit „zurechtgeschnitzt“ werden.


Die Biskuitschicht satt mit Preiselbeeren bedecken und darüber eine Schicht Sahne geben.
Wieder Biskuits tunken und die zweite Schicht in die Auflaufform legen ... usw.. Die letzte Schicht muss eine Sahneschicht sein.

Die Auflaufform mit Frischhaltefolie abdecken und für 48 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Kurz vor dem Servieren Kakaopulver über die letzte Sahneschicht geben.


Tipp 1
Es ist besser eine hohe Auflaufform mit einem geringen Durchmesser zu verwenden, als eine große und niedrige Form. Die Mengen der Schichten sind wichtig, drei sollten es mindestens sein.

Tipp 2
Weihnachten verwendete ich statt Löffelbiskuit selbst gebackenen Biskuit. Das hat den Vorteil passende Formen für die Gefäße zuschneiden zu können. Ich füllte das Himlamat in Gläser und schnitt dafür Kreise aus dem Biskuit.



Alternativen
Was statt Biskuit in schwedischen Rezepten noch verwendet wird:

  • Apfelmus
  • Pudding
  • Keksbrösel, die in Milch eingeweicht werden
  • Pfefferkuchen (pepparkaka) zerbröselt
Statt Preiselbeeren werden in manchen Rezepten auch alle anderen roten Beeren verarbeitet.



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