Freitag, 30. Januar 2015

Plötulopi auf der Nadel

oder ...

Stricken und von Island träumen

Der Januar ist noch nicht vorbei und das dritte Strickwerk des Jahres liegt auf der Nadel - wieder ein Pullover für mich. Der nächste Winter kommt bestimmt und ich bin der Meinung, Pullover kann man nicht genug haben! Da ich es fertig bringe selbst in Ägypten zu frieren (nicht tagsüber ;-), aber nachts kann es sich schon empfindlich abkühlen) kann ein weiterer Pullover nicht schaden.


Wie auf dem Foto zu sehen ist stricke ich diesen Pullover nicht aus Knäueln, sondern mit einem Mitbringsel aus Island:
Plötulopi.


Der Wortteil lopi bedeutet ungesponnene Wolle, und wer das Garn in den Händen hält kann es nicht glauben, dass daraus tatsächlich tragbares Strickwerk herzustellen ist. Bei diesem Garn ist keine festigende Drehung bei den Fasern zu erkennen, wie sie beim Spinnen von Wolle entsteht.



Plötulopi ist dann frei übersetzt Platte aus ungesponnener Wolle, Plattenwolle, obwohl mich das Material, so wie es verkauft wird, eher an runde Scheiben erinnert. Auf jeden Fall haben diese Wollplatten, so flach wie sie sind, ein optimales Stapel- bzw. Lager- und Transportvermögen.

Ostern 2013 füllte die grüne Wolle die Hohlräume in meinem Reisekoffer und im Sommer konnte ich in Kirkjubaejarklaustur nicht an der grauen Wolle vorbeigehen.


Islandwolle ist mir nicht neu. Mit diesem Material machte ich während meines Studiums, Ende der 1970er Jahre, zum ersten Mal Bekanntschaft, als ich mir etwas zusätzliches Taschengeld durch Stricken verdiente.
Ein Auftrag war damals gewesen eine Jacke nachzustricken. Das hörte sich machbar an, die Jacke hatte auch kein anspruchsvolles Muster. Im Zeitrahmen von drei Wochen sah ich auch kein Problem und ich hatte den Job sofort angenommen. Etwas vorschnell, wie sich herausstellen sollte.
Als ich zuhause die Tüte auspackte, das Material aus den Tiefen der Tüte hervor holte, dachte ich erst einmal, da macht sich jemand einen Scherz mit mir! Aus diesem Fusselzeug wird NIE ein Strickwerk!!

Sechs Platten hatte ich zur Verfügung, die teilweise durch Transportschäden entsprechend verrupft etliche Fadenanfänge anboten. Das gestrickte Probestück war eine Katastrophe, doch ab dann wollte ich es mir selbst beweisen. Ganz so zuversichtlich war meine Mutter nicht. Meinen Kampf beobachtend, reparierte sie stillschweigend nebenher schon einmal die alte Jacke des Kunden, an der er so hing. Falls meine Bemühungen mit der neuen Jacke daneben gehen sollte, wäre die Reparatur wenigstens ein kleiner Ausgleich, dachte sie sich.

Für Anfänger mit festem Griff von Nadeln und Wolle ist Plötulopi nicht zu empfehlen. Für Strickerinnen und Stricker mit Erfahrung ist dieses leichte, fragile Garn eine tolle Sache.

Gestrickt wird die Plattenwolle mit zwei bis drei Fäden. Ich stricke mit zwei Fäden. Ein Faden wird aus der Mitte der Platte geholt und der zweite Faden wird von außen genommen. Manche wickeln zuerst Knäuel bevor sie mit dem Stricken beginnen. Mir ist es jedoch lieber direkt von der Platte weg zu arbeiten. "Verdünnisiert" sich doch einmal ein Faden, wird das abgerissene Stück einfach wieder, etwas überlappend, angesetzt und man kann weiter stricken. Dabei muss nichts vernäht werden!

Auftrennen ist keine gute Idee! Erst denken, dann handeln, damit Fehler sich ersparen.

Im übrigen wurde es damals eine schöne Jacke!
Jedes abgerissene Fitzelchen hatte ich gesammelt und hinterher daraus einen stabilen Faden zum Zusammennähen gesponnen.

Nun ist mein Pullover in Tunikalänge aus Plötulopi im Entstehen. Die Farben erinnern an das Land, das ich es bei jedem Stich vor Augen habe.


 

Dazu gibt vor allem die graue Wolle, die in Folie eingeschweißt verkauft wurde, das passende, bis zum Auspacken konservierte, Schafaroma ab! Islandgefühl mit allen Sinnen! Fernweh!





Sonntag, 25. Januar 2015

Backwerk nach verloren geglaubtem Rezept

oder ...

Nicht suchen, FINDEN :-)

Es gibt ein paar Lieblingsgerichte von denen ich weiß, ich werde sie NIE wieder genießen können. Dazu gehören vor allem die Rezepte meiner Oma Herta, die grandiose Gerichte im Backofen zaubern konnte, aber leider nichts aufgeschrieben hat. Unvergessen ist mir ihr Sauerkraut-Kartoffel-Auflauf als einzige Variante wie ich Sauerkraut mag.
Unvergessen ist mir auch ein Kuchen meiner ehemaligen Schwiegermutter! Ganz zu Anfang meiner Ehejahre hatte ich sie gebeten das Rezept aufzuschreiben, was sie auch getan hat. Irgendwie, irgendwo und wann ging es verloren, bzw. es war einfach zu gut aufgeräumt worden. Ich konnte mich über die Jahre nur an das handschriftliche Rezept auf liniertem Papier in DinA5-Klarsichthüllen erinnern. Mir war es ein Rätsel, wo das Rezept gelandet sein konnte und es tauchte selbst bei den letzten Umbaumaßnahmen und Umräumaktionen nicht auf.

Bis jetzt!

Rezept gefunden und sofort gebacken!!!


Kaum gebacken und gerade so ausgekühlt musste ich das Backwerk anschneiden und probieren:


Lecker!
So schmeckt Erinnerung!!!


Danke Erika, dass du dir vor über 25 Jahren die Mühe gemacht hast dieses Rezept aufzuschreiben!

 


Erikas Früchte- / Frühstücks- / Quarkkuchen


Zutaten:

125 g Butter oder Margarine
alternativ 6 - 7 Esslöffel Öl

150 g Zucker
2 Päckchen Vanillinzucker
2 Eier
250 g trockener Quark
1 Prise Salz
375 g Weizenmehl
1 Päckchen Backpulver
3 - 5 Esslöffel Milch
150 - 200 g Rosinen, Zitronat, Orangeat, getrocknetes Obst

Zubereitung:

Das Fett schaumig rühren und den Zucker mit dem Vanillinzucker dazu geben.
Die beiden Eier aufschlagen und in die Fett-Zucker-Masse rühren.
Den Quark durch ein Sieb streichen und mit der Prise Salz in die Masse geben.
Das Backpulver ins Mehl mischen und löffelweise in den Teig unterrühren. Nur so viel Milch dazu geben, dass der Teig fest bleibt.
Die gewaschenen, eingeweichten Rosinen, das klein geschnittene Trockenobst, das Zitronat und Orangeat werden ganz zum Schluss in den Teig gehoben.

Den Teig in eine gut gefettete und mit Semmelbröseln ausgekleidete Kastenform geben.

Backen:

75 Minuten auf der untersten Schiene bei 150 - 175°C
Nach 30 Minuten Backzeit den Kuchen eventuell einschneiden zúnd mit Backpaier abdecken.



Warum ich das Rezept nun doch gefunden habe?

Bei meinen vielen Arztbesuchen hatte ich irgendwann genug von der ausliegenden "Literatur", holte mir mein Notizbuch und einen Bleistift heraus, beschloss skizzierend für 2015 das Jahres-Projekt von 2012 (Mach Platz für Neues) aufleben zu lassen und gab so dem neuen Jahr, wider aller anderen Vorsätze, doch ein Motto :-)
Ich werde darüber berichten!


Ziel ist es wieder, dass jeden Tag ein nicht gebrauchtes Teil meine Wohnung verlässt. Auf der Suche nach nicht unnötigen Dingen wird dann doch das eine oder andere Objekt etwas genauer betrachtet. So blätterte ich ein altes Schulkochbuch vor dem Wegwerfen noch einmal durch UND es flatterte das verloren geglaubte Kuchenrezept von Schwiegermutter Erika heraus.


Sonntag, 18. Januar 2015

Strickwerk 2015 #2 im Fotosession-Selbstversuch

oder ...

Zum Glück gibt es die digitale Fotografie ;-)


Tag 18 des neuen Jahres 2015 strahlte morgens sonnig in mein Schlafzimmer und ich beschloss:
Toller Tag für Fotos vom letzten Pullover am lebenden Objekt - mir! ;-)

Also, zuerst den nervenden Kater gefüttert, danach noch einmal in die Federn gekrochen und den Sonnenstrahlen folgend so lange gedöst, hmm, geplant, bis die Strahlen das Bett verlassen hatten. Keine Frage, diese planerische Phase war Inspiration und wichtig!

Kamera, Objektive, Filter, Akku?, Akku!, Stativ, Fernauslöser für die Kamera ... irgendwann war alles komplett und dann stand ich grübelnd da: "Wie ging das noch einmal mit dem Fernauslöser?"

Entscheidung 1:
Erst einmal ein häuslicher Trockenkurs
  • Stativ aufgestellt
  • Kamera montiert
  • Fernauslöser Teil1 in die Kamera gesteckt
  • Kamera eingestellt
  • Fernauslöser von Teil 2 gedrückt

Ergebnis 1:
...
Licht grün, Licht rot
nichts
kein Klick, gar nichts
hmm?

Wieder einmal alles vergessen, wie ein technisches Teil funktioniert?
Wieder ALLES vergessen!

Lösung 1:
In Bedienungsanleitungen recherchieren

  • Bedienungsanleitung der Kamera durchforstet
  • Bedienungsanleitung des Fernauslösers zu entziffern versucht - was für eine schlechte Übersetzung!!
  • alle Tipps ausprobiert

Ergebnis 2:
...
Licht grün, Licht rot
nichts
kein Klick, gar nichts
hmm?

In Gameshows gäbe es jetzt den Telefonjoker oder die 50:50 Lösung!!
Mein Telefonjoker lebt allerdings in Karlsruhe, schläft um diese Uhrzeit wahrscheinlich noch und die 50:50-Geschichte erledigt sich wahrscheinlich bei jedem meiner neuen Versuche irgendwann von selbst.
Also mache ich weiter!

Lösung 2:
Von vorne anfangen
  • Stativ noch einmal aufgestellt
  • Kamera montiert
  • Fernauslöser Teil1 an die Kamera neu gesteckt
  • Kamera eingestellt
  • Fernauslöser von Teil 2 gedrückt

Ergebnis 3:
...
Licht grün, Licht rot
nichts
kein Klick, gar nichts
hmm?


Entscheidung 2:
Ich baue alles wieder ab und gehe zurück ins Bett!
  • Fernauslöser Teil 2 abgestellt
  • Fernauslöser von der Kamera gelöst
  • Kamera vom Stativ abmontiert
  • Stativ abgebaut
  • Objektiv ausgewechselt
  • Kamera ausschalten ... wollen, ...
  • was nicht ging, ...
  • DENN sie war gar nicht eingeschaltet!!! AARGH!

Ergebnis 4:
erst einmal gehörig ärgern
Haare raufen
...

Entscheidung 3:
Noch einmal von vorne anfangen - aber JETZT!
  • Stativ wieder aufgestellt
  • Kamera montiert
  • Fernauslöser Teil1 an die Kamera gesteckt
  • Kamera eingestellt
  • Fernauslöser von Teil 2 gedrückt
Ergebnis 5:
Licht grün, Licht rot
Klick
Woohoo!!
:D

Geht doch!
Ich habe Mengen an schrägen Fotos geschossen, einfach nur um meinen Frust über die eigene Dummheit abzubauen. Aber es macht auch Spaß dieses ganz persönliche Stressabbau-Sammelsurium zu genießen.

Oh, Mann, Mann, diese Technik! Und dann nur vergessen einzuschalten!








Spieglein, Spieglein an der Wand ...: Keine/r ist so schön wie er im Land - Chewbacca! ;-)












Samstag, 17. Januar 2015

Noch ein Pullover wird Strickwerk 2015 #2

oder ...

Ein Prototyp, hoffentlich

Immer noch auf Sofa und Sessel zur Ruhe verbannt griff ich wieder zu den Stricknadeln. Was mir fehlte war Material in ausreichender Menge und die Möglichkeit der Materialbeschaffung in einem Wollgeschäft. Also (ver)griff ich mich in die Materialkiste zum Stricken lernen für meine Schüler, wo ich für schweißige Kinderhände nicht filzende "Wolle" eines Discounters mit vier Buchstaben lagere. Dort fand ich 600g von einer erträglichen Farbe und tröstete mich damit, erst einmal nur ein Probemodell zu stricken um es später mit reiner Wolle nachzustricken. Zudem hoffe ich, dass ich das verbrauchte Material bald wieder durch ein Angebot auffüllen kann.

Wie üblich ging ich ohne Anleitung die Sache an und entschied mich für falsches Patent als Strickmuster:

Hinreihe
RM 2re 1li * 3re 1li * 2re RM

Rückreihe
RM 1li * 3re 1li* RM


Mithilfe von farbigen Markierungen half ich mir beim Zählen für Zu- bzw. Abnahmen.



Die Kunstfaser/Wollmischung des Materials verzieh mir das Auftrennen, wenn ich mal wieder nicht mit der Weite des Ärmels zufrieden war, oder der Halsausschnitt zuerst zu schmal und dann viel zu weit ausfiel oder sich ganz einfach ein Strickfehler eingeschlichen hatte. Insgesamt habe ich den Pullover wohl 1 1/2 mal gestrickt ;-) bis ich den letzten Faden vernäht hatte.

Jetzt ist er also fertig - der zweite Pullover dieses noch recht kurzen Jahres. Morgen wird das Strickwerk Probe getragen und dann entscheide ich, was daraus wird ...



Freitag, 9. Januar 2015

Ein langer Pullover wird Strickwerk 2015 #1

oder ...

Aus alt mach neu!

Feiertage heißen schlemmen und genießen mit geruhsamen Stunden, vor allem an Weihnachten. Ich schaffte es noch den Kühlschrank zu füllen, ein paar Flaschen Wein ins Weinregal zu stellen und einen Kasten Wasser in die Garage zu bringen um mich dann zusammen mit einer Wärmflasche auf die geruhsamen Stunden zu beschränken. :-(

Glücklicherweise bot das Fernsehen über die Feiertage ein umfangreiches Programm für eine Krankenstube. Nach der x-ten Wiederholung von "Stirb langsam", "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" und "Tatsächlich Liebe" bin ich die Tage bei "Drei Männer im Schnee" angekommen, immer noch nicht gesund aber mit einem fertigen Pullover!

Einfach nur so vor der Glotze zu hängen war mir auf die Dauer zu wenig Ablenkung von den Leckereien in der Küche. Zu umtriebig durfte das Begleitprogramm jedoch nicht sein, damit das aufgeheizte Kirschkernkissen nicht vom Bauch rutschen konnte.

Stricken - JA!
Sessel, Kuscheldecke, Tischchen mit Teetasse rechts, Strickkorb links, Kater mittendrin - tolle Idee!
Aber mit was?
Der Kühlschrank voll (wenn man nichts essen kann muss man IMMER zuerst daran denken) aber in den Wollkisten und -körben nichts richtig motivierendes in ausreichender Menge! Wie blöd ist DAS denn?!
Auf meiner Materialsuche opferte ich den Pullover aus dem Kleiderschrank, den ich am seltensten angezogen habe und ribbelte ihn auf. Das war das Ende von Strickwerk 2012 #1.


Höre ich nach dem Klick auf den Link einen Aufschrei?

Lohnt sich nicht!

Gelohnt hat sich dafür das neue Strickwerk. Aus dem teilweise sehr filigranem Strickpullover entstand ein wirklich tragbarer, einfacher, langer Pullover in der Länge einer Tunika - ohne Anleitung, Reihe für Reihe passend auf meine körperlichen Gegebenheiten gearbeitet, die je nach Körperpartie irgendwo zwischen Größe 38 und 42 liegen. Wie das eben so ist bei Frauen Mitte/Ende 50.



Es ist mein momentaner Lieblingspullover und ich überlege ihn mit Islandwolle noch einmal in Variation zu stricken. Dann gibt es die Anleitung in Reinschrift.


Freitag, 2. Januar 2015

Himlamat - ein himmlisches Dessert

oder ...

Rote Beeren luftig leicht angerichtet im schwedischen Tiramisu

Es gibt fast kein (Weihnachts-)Fest in meiner Familie ohne Himlamat. Das ist einen schwedischer Nachtisch-Klassiker mit zahlreichen Varianten und auch unter dem Namen Änglamat bekannt.


Die Übersetzung von Himlamat ist schon Aussage genug: Himmlische Mahlzeit! ;-)
Hinter Ängla steckt der Begriff Engel, und was Engel mögen kann für uns Menschen nur lecker sein.

Das Grundprinzip der Herstellung ist einfach: Drei Lagen leckerster Bestandteile drei Mal abwechselnd übereinander geschichtet und ab in den Kühlschrank für mindestens 24 Stunden, besser 48, und dann servieren. Zwei Bestandteile sind immer Preiselbeerkompott und geschlagene Sahne.



Preiselbeerkompott
500 g Preiselbeeren (es gehen auch tiefgekühlte)
100 ml Wasser
200 - 300 g feiner Zucker

Preiselbeeren, Wasser und Zucker in einen einen Topf geben, aufkochen und mindestens 8 Minuten köcheln lassen. Dabei muss gerührt werden, damit das Kompott nicht überkocht. 
Abkühlen lassen.
Die Konsistenz sollte flüssiger als Marmelade sein.

Eine Alternative zu Preiselbeeren ist ein Kompott aus Cranberries. Cranberries haben den Vorteil, dass sie etwas weniger Zucker brauchen.

Kompott aus Cranberries
340 g Cranberries
340 ml Wasser
175 g Zucker


Cranberries mit Wasser und Zucker langsam aufkochen lassen. Wenn die Flüssigkeit kocht die Temperatur etwas herunterdrehen und gleichmäßig mit einem Holzlöffel rühren bis die Beeren aufplatzen.
Die Beeren noch fünf Minuten köcheln lassen und dann den Topf vom Herd nehmen. Die Flüssigkeit in den Cranberries dickt beim Abkühlen langsam ein.


Wenn ich keine Zeit oder Lust zum selber kochen habe geht das Rezept auch mit Lingonsylt von einem großen schwedischen Möbelhaus oder anderen Preiselbeeren im Glas. Diese müssen auf jeden Fall verdünnt werden, sonst ist der Preiselbeersaft zu zäh um von den Löffelbiskuit aufgesaugt werden zu können.



Himlamat nach Art meiner Familie



Preiselbeerkompott
300 ml frische Sahne           
1 Päckchen Vanillinzucker           
150 g Löffelbiskuit
etwas Kakaopulver


Die Sahne mit dem Vanillinzucker sehr steif schlagen und etwas davon als sehr dünne Schicht auf dem Boden einer hohen Auflaufform verteilen.


Löffelbiskuit einzeln in das Preiselbeerkompott tunken (nicht zu lange) und den Boden der Auflaufform damit auslegen. Der Boden muss ganz bedeckt sein, deshalb müssen manche Biskuit „zurechtgeschnitzt“ werden.


Die Biskuitschicht satt mit Preiselbeeren bedecken und darüber eine Schicht Sahne geben.
Wieder Biskuits tunken und die zweite Schicht in die Auflaufform legen ... usw.. Die letzte Schicht muss eine Sahneschicht sein.

Die Auflaufform mit Frischhaltefolie abdecken und für 48 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Kurz vor dem Servieren Kakaopulver über die letzte Sahneschicht geben.


Tipp 1
Es ist besser eine hohe Auflaufform mit einem geringen Durchmesser zu verwenden, als eine große und niedrige Form. Die Mengen der Schichten sind wichtig, drei sollten es mindestens sein.

Tipp 2
Weihnachten verwendete ich statt Löffelbiskuit selbst gebackenen Biskuit. Das hat den Vorteil passende Formen für die Gefäße zuschneiden zu können. Ich füllte das Himlamat in Gläser und schnitt dafür Kreise aus dem Biskuit.



Alternativen
Was statt Biskuit in schwedischen Rezepten noch verwendet wird:

  • Apfelmus
  • Pudding
  • Keksbrösel, die in Milch eingeweicht werden
  • Pfefferkuchen (pepparkaka) zerbröselt
Statt Preiselbeeren werden in manchen Rezepten auch alle anderen roten Beeren verarbeitet.