Dienstag, 12. August 2014

Ein neuer Babyquilt

oder ...

Endlich wieder ein Grund zum freuen und quilten

Nicht nur die eigenen Kinder werden groß, größer, flügge und selbstständig um ihr eigenes Leben zu führen. Dem stehen die ehemaligen Spielgefährten aus der Nachbarschaft nicht nach.
Vor 20 Jahren sorgten noch acht bis zwölf Kinder rund ums Haus für Trubel und so viel Leben, dass in dieser Nachbarschaft kein Unbekannter einfach so in einen Hauseingang hineinkam (leider so geschehen, in den letzten Tagen).
Von den Eltern von damals leben noch einige hier. Einige von den Kindern von damals wohnen auch nicht weit weg oder sind sogar wieder echte Nachbarn. Aber echte kleine Krachmacher sind rar bzw. zwei Kinder im Vorschulalter und ein Enkelkind als regelmäßiger Besucher sind zur Belebung eines Hauses mit 24 Wohnungen einfach wenig!
Doch endlich gibt es wieder einen kleinen Schreihals, das zweite Kind aus der Spieltruppe von vor 20 Jahren, mit einer verflixt kräftigen Stimme!! :D
Solch ein Ereignis muss gefeiert werden und ich hatte einen Grund alles andere liegen zu lassen, YES!

Heute ist er fertig geworden, der Quilt für Martinas Baby, ein Mädchen, aktuell vierzehn Tage jung.




Mit den Maßen 90 cm x 110 cm ist dieser Babyquilt größer als üblich. So passt er im Augenblick zwar nicht optimal in einen Kinderwagen, ist jedoch groß genug um noch lange als Bodendecke, Spieldecke oder Bettdecke benutzt werden zu können.


Für die Rückseite passte gerade mal so ein Reststück gepunkteten Stoffes, das im Gegensatz zu den 50er-Jahre-Retrostöffchen der Vorderseite ein kräftiges orange und grüne Sprenkel hat (sieht man nicht auf den Bildern).


Die Retrostoffe für die Vorderseite habe ich von fabricworm. Der Stoff von der Rückseite bekam ich als Reststück im Fabrikverkauf bei Zweigart.


Und nun komme ich zum eingebauten Fehler, den jeder Quilt einfach hat bzw. haben MUSS, aber dieses Mal nicht an der Stelle landete, wo ich ihn aus Verzweiflung (da die Rückseite nun einmal ein knappes Reststück war) einplante ... .
Der Nähfehler an dieser Ecke war NICHT geplant!

Geplant war, weil das Stoffstück für die Rückseite einfach nicht von der bedruckten Fläche her passen wollte, dass ich ganz bewusst den weißen Stoffrand mit Firmenlogo etc. einarbeite.
Tja, irgendwie verschwand er dann doch unter dem Schrägband und die Hilfsnaht unter der Ecke kam zutage.






Zum Abschluss testete Kater Harry den Quilt, unaufgefordert, und ist zufrieden!





Was habe ich den Burschen gesucht bis ich ihn gefunden hatte!!!



Dienstag, 5. August 2014

Wie Lose zu Fischen werden

oder ...

Manchmal läuft es auf die Schnelle und dann doch wieder ganz anders

Unsere Tauchabteilung des Sportvereins vor Ort hat sein 40jähriges Jubliäum dieses Jahr, es darf gefeiert werden und eine Tombola mit Losen soll es geben, aber bitte nicht 08/15.
Letzteres so entschieden und in meine Hände gelegt - "Du hast doch immer die tollen Ideen!" - zweieinhalb Wochen vor der Veranstaltung.

Ich schlage vor die Lose als Angelspiel anzubieten und habe gleich ganz schlechte Karten:
Taucher und Angler mögen zwar beide Fische, aber die einen zum gucken und die anderen zum fangen/essen.
Nicht kompatibel, geht gar nicht.

Ich schlage die Alternative Dartscheibe vor, da es ja doch auch Taucher/Fischer mit Harpune gibt.
Die Reaktionen zeigen mir schnell - Keine gute Idee!

Okay.
Durchatmen.
Hilft nicht.

Kurze Trotzidee: Vierzig numerierte Äpfel zum Apfelschnappen im großen Bottich.
Wir bekommen so schnell keinen Bottich in der Größe, also gecancelt.

Ich hänge, während die Festplanungstruppe schon einen Schritt weiter bei der Verköstigung ist, immer noch in der Schleife:
Boah, nee! Und dazu die Blicke von wegen 'Du schaffst das schon'!

Drei Tage später, während einer Facetime-Session mit meinem Sohn, der momentan nicht gerade um die Ecke lebt, schildere ich ihm diese vermaledeite Losgeschichte. Immer noch überzeugt, dass Fische als Losträger optimal sind schnippel ich vor der Kamera aus einem Papierfetzen Freihand einen Fisch, haue mir dem Locher ein Loch für ein Losröllchen hinein und stecke ein entsprechendes Teil hinein.


Sohnemann ist überzeugt.
Einziger, nachvollziehbarer Einwand ist das Loch für das Losröllchen.  Am Auge sitzend ist das Ganze nicht optimal. Aber als Flosse, optimal.
Wahnsinn, was so via Facetime-Video so über ca. 9300 km besprochen werden kann!!


Eine Nachtschicht folgte mit Aufzeichnen und Ausschneiden. Zum Glück bot das Fernsehen ausnahmsweise ein unterstützendes Programm.


Zuletzt setzte ich dann doch noch aus Locherresten Augen auf die Fische.


 
Das Jubiläum wurde gefeiert und dann wurde nichts mehr aus der Verlosung. Bevor es soweit war stolperte ich, fiel, rettete zwar das Glas in meiner Hand, aber nicht meine Knochen.
Die Verlosung wurde vertagt.

Zum Glück hatte ich mir nichts gebrochen, aber ich war genug außer Gefecht gesetzt. Profitiert hat dadurch meine Schule. So hatte ich Muße mich um all die anderen Festprogramme und Verabschiedungen zu kümmern, die zum Schuljahresende anlagen.