Samstag, 28. Juni 2014

Leerer Kalender - Leererkalender - Lehrerkalender

oder ...

Ein Notizbuch-, Kalendertipp nicht nur für Lehrer

Es gab Zeiten, da lieferten Sparkassen und andere Unternehmen unaufgefordert postkartengroße Büchlein an Schulen, mit Kalender und Notentabellen, in die Termine und Noten eintragen werden konnten. Mein Eindruck als Schülerin war, dass die roten Dinger vor allem immer dann von Lehrern gezückt wurden, wenn man mal nichts wusste!
Jahre später stand ich selbst als Lehrerin vor einer Klasse, zog mein kleines blaues! Notenbuch aus der Tasche, holte kraftvoll mit dem Rotstift zum Schwung aus, um nach entsprechendem Anlass den gefürchteten Kringel zu zeichnen, als der betreffende Schüler stimmbruchkieksbrummtrocken meinte: "Nee, echt, nicht noch ein "Posthorn"!
Ich war ausgebremst, kicherte innerlich über den Vergleich einer 6 mit dem Kennzeichen der Post und wurde mit dessen Horn eigentlich wach getrötet:
Schülerleistungen in so einem Minibüchle zu sammeln geht gar nicht!

Das ist 30 Jahre her.

Seit dieser Zeit suche ich nach einem Notenbuch, das auf meinen Lehreralltag zugeschnitten ist.
Gleichzeitig suchte ich nach einem Kalender, der schon von außen deutlich erkennbar MEINER ist.

Im Sommer 2011 fand ich im Internet ein Angebot, das meiner Idee (m)eines Lehrerkalenders so nahe kam, dass ich es einfach ausprobieren musste:
  • Jahresübersicht nach Bundesländern
  • auswählbares Kalendarium
  • Notenlisten
  • verschiedene Seiten zur Organisation
  • weitere Notizseiten
  • und die Möglichkeit den Umschlag mit einem eigenen Foto zu gestalten!!

Drei Kalender-Notizbücher haben mich inzwischen drei Schuljahre begleitet und mich mit dem Umschlagfoto an schöne Momente erinnert:



2011/12 Passionsblume in der Stuttgarter Wilhelma
2012/13 Weststrand/Sylt
2013/14 Raven's Nest in Reykjavik (ich berichtete hier darüber)


Das Konzept des Verlags Leererkalender.de hat mich überzeugt und ich habe meinen vierten Kalender zusammengestellt, den Umschlag gestaltet und bestellt.




Auch hinter dem Umschlag des neuen Kalenders steckt eine Erinnerung, eine Geschichte an die ich mich mit Schmunzeln erinnere!

Das Umschlagfoto entstand im April, als ich bei meiner Freundin in Spanien war, ein Spiegelrahmen neue Farbe benötigte, die Sprühaktion im brachliegenden Nachbargrundstück stattfand, die drumherum entstandenen Sprühschäden einen Platz in der Vase fanden, um das vor Jahren in einer Hühnchenbraterei gerettete Brett, weil es in uns ein Pferd/Fisch/Fischpferd :D assoziiert hatte, vor seiner endgültigen Entsorgung zu zieren ...









Der Tipp:
Ohne Notenlisten und den anderen Lehrerorganisationskram kann man sich auch ein ganz normales Notizbuch gestalten.


Dienstag, 17. Juni 2014

Des Futons neues Kleid

oder ...

Nähen mit Hindernissen

Nach dem ersten neu genähten Kissen für das Gästebett ging es in die zweite Runde. Diese Ansammlung an Mobilar aus dem Studentenzimmer meines Sohnes als ein solches zu bezeichnen ist gut gemeint. Momentan besteht das Gästebett aus den zwei aufeinander gestapelten Tatamis und dem darüber liegendem Futon. Dahinter klemmt die aufgeklappte Gästematratze an der Wand und alles wird von einem Berg an Bettzeug gekrönt, für das mir einfach der Stauraum fehlt.
Die schnellste Lösung, einfach über alles eine Decke legen, erwies sich nach einer Fliegenjagd meiner Kater: "Einer für alle, alle für einen!" als unhübsches Schlachtfeld. Dann lieber so lassen, vorerst, bis jetzt.

Der Futon bekommt einen neuen Bezug!

Wie üblich nähe ich ohne Schnitt, nur messen, schneiden, stecken, heften, nähen, ..., hoffen, dass es passt. Heften musste aus aktuellem Hindernis entfallen (siehe Postende).
Da das Prinzip für den Futonbezug ein übergroßer Kissenbezug mit Bändern zum Schließen ist, ist das schnittlose Nähen in diesem Fall kein Problem.

1. Schritt

Bahn 1 an einer der langen Kanten zwei Mal umklappen, feststecken und mit Stichlänge 2,5mm absteppen.



2. Schritt

Die ungesäumte lange Kante von Bahn 1 auf eine Kante von Bahn 2 feststecken. Dabei drei Bänder im Abstand von ca. 25cm verteilen.
Die beiden Teile zusammensteppen und versäubern.


Auf der Vorderseite schmalkantig mit einer weiteren Steppnaht die Naht mit den Bändern sichern.


3. Schritt

Eine Schmalkante von Bahn 3, wie bei Bahn 1, zwei Mal umklappen und feststecken. Dabei drei Bänder im Abstand von ca. 25cm in die Kante verteilen.
Absteppen.


Zur Stabilisierung die Bänder auf der Rückseite kurz vor der Kante noch einmal feststeppen.


4. Schritt

Beide Teile rechts auf rechts aufeinanderlegen, so dass zueinander gehörenden Bänderpaare zusammen liegen. Feststecken.
Das kurze überstehende Stück über die Bänderkante auf das lange Stück legen und feststecken.
Alle drei offenen Kanten schließen und mit Zickzackstich versäubern.


5. Schritt

Da der Futon eine Höhe von ca. 7cm hat müssen die vier Ecken im Bezug innen schräg abgenäht werden.
Dazu lege ich an den Ecken die Nähte aufeinander, stecke sie fest und messe/zeichne mithilfe des Geodreiecks die nötige Naht.


6. Schritt

Den Futon beziehen und mit den Bändern schließen.



Die Hindernisse

Schnell noch eine Stärkung, dachte ich, bevor ich mit dem Nähen beginne. Ruckzuck einen Salat gerichtet und noch schnell ein paar Käsespäne gehobelt, dachte ich. Daumen zwischen Hobelmesser und Käse gerutscht, halbes Blutbad angerichtet.


Nähstube = Katzenspielplatz, so sehen das meine Kater.





Montag, 16. Juni 2014

Metamorphose eines Küchenhandtuchs

oder ...

Der Anfang vom Gästezimmer

Wenn sich nicht einmal meine Kater in einem Zimmer aufhalten wollen, das mal ihr Lieblingszimmer war, dann muss etwas geändert werden! Aber ich kann sie ja verstehen! Das Zimmer meines Sohnes spiegelt die Nutzung der letzten Jahre - halb entkernt und entleert zum Studium in Karlsruhe, Zwischenlager während des Praktikums in Island, Rückkehr aus Island, Auffüllen und Teilentleerung des Zwischenlagers, Studium in Karlsruhe und nun, schwupps, Rumpelkammer. Von jetzt auf nachher gab es für ihn eine Chance in Japan die Masterarbeit zu schreiben. Alles musste schnell gehen. Zimmer in Karlsruhe auflösen und nachhause karren. Flugticket, Versicherungen, Papiere, ... , wusch, weg. Was nicht in die Kisten zum Einlagern hier oder in den Koffer für dort passte, blieb liegen und liegt seit einem Monat so vor sich hin.


Natürlich könnte ich einfach die Tür schließen und das Chaos dahinter ausblenden. Doch ich gehöre zu den Menschen, die zum Wohlbefinden offene Fenster und Türen brauchen und so fühle ich mich in den kalten Monaten und zur Sicherheit genug eingeschränkt. Also blieb der freie Blick ins Übel mit andauernder Aufforderung:
Tu was!

Manchmal braucht es nur einen kleinen Zünder um einen Prozess anzustoßen.

Mein Zünder war ein Geschirrtuch, dass ich irgendwann geschenkt bekam und ich einfach nicht "verlieren" konnte, weil mir Farben wie Muster eigentlich gefielen.


Heute standen Geschirrtuch und ich dann kurzzeitig doch vor der endgültigen Trennung, als mir die Nähmaschine und eine Idee dazwischen kamen.


Zwei Knopflöcher und zwei Nähte später hatte das Geschirrtuch eine neue Funktion.



Voilà - aus einem Geschirrtuch ist ein Kissenbezug entstanden, der sofort einen Platz fand!



Da liegt das neue Kissen auf Sohnemanns entrümpelten Futon und wartet auf mehr: Kissen - Kater - Kuschelfaktor.


Sonntag, 1. Juni 2014

Kindle-bags worldwide

oder ...

In Neuseeland angekommen!

Anfang Mai schickte ich einen Kindle-Schlafsack, wie in diesem Blogpost angekündigt, auf eine weite Reise.

Ziel: Neuseeland
Reisezeit: 16 Tage
Transportmittel: Briefpost

Angekommen! Freude gemacht!


Ok, das Foto sagt noch gar nichts darüber aus, WO mein Strickwerk gelandet ist! Deshalb hat die liebe Eva ihr E-Book samt neuer Verpackung nach draußen getragen, ihr Smartphone gezückt und es sieht tatsächlich nach Neuseeland aus, wo der Kindle-Schlafsack gelandet ist!



Mal ernsthaft: Der Typ streckt mir doch die Zunge raus, oder? :D
Aber er hat ja recht. Mit einmal in die Portokasse greifen komme ich nicht nach Neuseeland, wie das E-Book-bag.


 

Oh, Mannomann, ich will auch dahin!
Und noch einmal nach Island, nach London, Kapstadt, New York, ... , ...
Dann kommt der Blick auf den Kontostand, der sagt: "Träum weiter!"

Ich träume weiter!! :-)

Thank you Eva for taking and sharing the photos!