Montag, 28. April 2014

Armbänder aus Gummiringen

oder ...

Bunt und elastisch - ein Mitbringsel aus Spanien

Da saßen meine Freundin und ich an Ostermontag im verregneten Nordspanien und entdeckten für uns den ultimativen Hype der dort ansässigen Jugend und jung Gebliebenen. Vor uns lagen einige Bastelpakete und wir versuchten eben das daraus zu machen, was alle so faszinierte: Armbänder aus quietschebunten Gummiringen!
Kaum das ich den Dreh heraus hatte war mir klar: Das MUSS ich meinen Schülern und Schülerinnen zeigen!
Damit ich in Deutschland nicht auf Materialsuche gehen musste brachte ich einige Päckchen mit Gummiringen aus Spanien mit und schon am ersten Schultag nach den Ferien zeigte ich den Kindern in der Ganztagesbetreuung mein Mitbringsel.



Allein schon die vielen Farben der Gummiringe gefiel den Schülerinnen und Schülern, machte sie neugierig. Diese Neugierde steigerte sich, als ich noch Plastikgabeln aus der Tüte holte.

Kaum hatte ich eine Gabel in der Hand und legte die ersten Gummiringe über die Zinken hatte ich links ein Mädchen und rechts einen Jungen stehen, die unbedingt mitmachen wollten - ohne wirklich zu wissen was hinterher daraus entstehen wird.






Je nachdem man seine Farben wählt sieht das Ergebnis ziemlich bunt durcheinander aus oder ...




 ... wie hier, regelmäßig gestreift in zwei Farben.


Doch die Möglichkeiten, die Gummiringe miteinander zu verarbeiten sind vielfältig.

Das Prinzip ist ein regelmäßiges Legen und Verdrehen und Übereinanderheben von den Gummiringen über Gabelzinken, wie es zum Beispiel in diesem Video auf Youtube zu sehen ist - die Technik, die ich heute mit meinen Schülern verwendet hatte.

Irgendwann hatte ein Schüler keine Lust mehr mit der Gabel zu arbeiten und legte die Gummiringe um seine Finger statt um die Zinken.



Wer mit den Fingern Gummiringe verarbeitet muss allerdings schnell arbeiten! Die Ringe sind zwar elastisch aber klein und ziemlich stabil.

Nach einer Stunde waren etliche Handgelenke geschmückt mit den Ergebnissen.


Nächste Woche probieren wir eine Technik mit zwei Gabeln aus!




Sonntag, 20. April 2014

Verregnete Ostern in Spanien

oder ...

Unterwegs nach Monells

Selbst an Ostern wird in Spanien der Müll abgeholt, die Supermärkte sind geöffnet und in der Porzellanmanufaktur hinter La Bisbal warten zwei Angestellte auf Kundschaft. Das ist wirklich befremdlich.

Wir verbringen die Mittagszeit in Monells, einer alten Ortschaft westlich von La Bisbal, und genießen, trotz des verpassten Osterumzugs und Regens, das Ambiente bei einem Glas Wein und Tapas.



Das Hotel Secon-Hand-Laden und Wellnessbereich in Monells
 Rund um den Hauptplatz des alten Stadtbereichs kann man unter Arkaden gemütlich einkehren. Und wir waren nicht so allein, wie es auf den Fotos aussehen mag. Es waren viele Spanier unterwegs!











Samstag, 19. April 2014

Keramikmarkt in La Bisbal

oder ...

Kopfloser Engel


Karfreitag in Spanien und weit und breit ist nichts von einem stillen Freitag, Kummer, Trauer oder einer einem Fasten- bzw. Abstinenztag zu spüren. Viele Geschäfte sind geöffnet, man trifft sich mit der Familie, genießt die Sonne und feiert einen ansonsten freien Arbeitstag.

Wir sind unterwegs nach La Bisbal d’Empordà, einer Stadt in Katalonien mit einer wunderschönen Altstadt und vielen alten Keramikwerkstätten. Dort findet in diesem Jahr an Karfreitag und Karsamstag entlang des ausgetrocknetem Flussbetts des Daró ein Keramikmarkt statt.


Neben traditionell spanischen Keramikgegenständen finden sich auch einige Stände von Keramikkünstlern, die neue Wege gehen oder Keramik mit anderen Werkstoffen verbinden.

Ein Stand hatte es mir dann besonders angetan und ich freue mich, dass Jose Davila mir dann erlaubte seine ausgestellten Objekte zu fotografieren und die Fotos veröffentlichen zu dürfen.
Er verbindet feine Keramik mit Metallblechen, Drähten und Blechdosen zu teilweise skurrilen Objekten.

Da "fliegen" Engel ohne Flügel mit zu Schalen ausgebauten Heiligenscheinen.


Gleich daneben breiten kopflose Dosenengel ihre Flügel aus.




Aber Jose Davila kann auch ganz Bodenständiges filigran aus festem und flexiblem Material zaubern, ...


 ... fast so schön wie die Natur nebenan:



Und dann um die Ecke der Nebenschauplatz mit bildnerischem Kontastprogramm:






Donnerstag, 17. April 2014

Ein Granatapfelbaum: Alt und knorrig

und ...

Viel Charakter voller Leben

Er lebt noch, der Granatapfelbaum im Garten meiner Freundin. An vielen Stellen treibt es grüne Sprossen aus dem alten Holz.





Ganze Geschichten, scheint es, kann der Baum erzählen, märchenhaftes und wildes von fabelhaften Gestalten.






Dienstag, 8. April 2014

Schwabenkater #1

oder, gut schwäbisch ...

Daraus mache mer no ebbes, gell?

Meine Nachbarschaft ist total verkatert. Wirklich! Völlig alkoholfrei! Sie heißen Francis, Mogli, Feivel, Findus, Sam und Zieschka, ohne meine beiden Grauen zu erwähnen, und alle sind sie echte Kater!
Sie sind, abgesehen für Allergiker, auch ohne Nebenwirkungen. Außer es ist Fellwechsel! Dann flockt und flust es Katzenhaare vom Bett bis in den Tee. Und für mich gibt es Material! :D
So hängt zwei Mal im Jahr ein Sack voll herrlicher Maine-Coon-Katerwolle an meiner Wohnungstür.


Aus Katzenhaar lässt sich nicht nur Wolle spinnen! Es lässt sich damit auch herrlich filzen, nicht nur Perlen, Filzsteine und Stuhlgleiter. Dieses Jahr probierte ich was Neues für mich, ein gefilztes Tier und ich verarbeitete Wolle eines Katers naheliegend zu einem Filzkater, anatomisch inkorrekt aber erkennbar.


Zur Vorgeschichte:

Irgendwann im letzten Jahr, rund um einen Fellwechsel vor einem neuen Beutel Katerwolle sitzend, traf ich im Internet auf den Blog Filzkram von Gabi, die herrliche und teilweise skurrile Filztiere zaubert.

 
Ich war sofort vor allem von ihren gefilzten Katzen begeistert, die sie in einem Blog-Post liebevoll "Ostfriesenmiezen" nannte. Darauf hatte ich mit Blick auf meine Katzenwolle die Idee Katzen aus Katzenhaar zu filzen, schickte Gabi den Kommentar: "Auf diese Miezen werde ich mit Schwabenkatern antworten," worauf Gabi schrieb: "Nur zu!"

Das war von meiner Seite her ziemlich hoch gegriffen, da Filzen für mich immer noch eine Technik ist, die sich mir nicht so richtig erschließen will - vor allem klappt es trotz aller Tipps und Literatur nicht so, wie ich es gerne hätte.

Egal, es ist wieder Frühjahr, die Katzen haaren wie der Teufel und das Zeug muss weg - vorzugsweise verarbeitet werden. Deshalb ging es ran an die Filznadeln und da ist er nun, mein erster Schwabenkater! Zuerst habe ich ihn natürlich Gabi von Filzkram gezeigt und nun darf der Bursche auch auf meinen Blog.




Ein wenig zu lang gestreckt wie ein Spargel fand sich für den Burschen nicht so schnell ein guter Ruheplatz. Dabei sind ihm seine Froschpfoten an den Hinterbeinen auch etwas hinderlich.



Kater Chewie wollte den Kater mit der fremd riechenden Wolle und den komischen Pfoten auch nicht in seiner Nähe haben.


Doch nun hat der neue Kater im Haus einen sicheren Platz gefunden und "hält" als falscher Kater auf dem falschen Kaminsims den Blumentopf fest!



Ob es zu diesem Exemplar noch Schwabenbrüder geben wird und ob sie auf ewig nackt bleiben werden? ;-)
Das wird sich zeigen.