Dienstag, 15. Oktober 2013

Was tropft denn da?

oder ...

Ein neues Bad entsteht - Bericht 4

Nach getaner Arbeit bekomme ich von meinem Bautrupp abends wieder das Wasser angestellt. So auch am Wochenende! Zur Sicherheit fragte ich ein paar Mal nach, ob ich problemlos die Waschmaschine und die Spülmaschine laufen lassen kann. "Alles ok, alles dicht", war die Rückmeldung. Die Handwerker erklärten mir alle Stöpsel und warum hier und dort kein Stöpsel in Rohrenden steckte - alte Abwasserrohre, jetzt ohne Funktion.

Gut.

Wochenende - Haushalt (das Leben geht auch auf einer Baustelle weiter) - die Spülmaschine angestellt und, während die ihre Arbeit machte, schob ich den Staubsauger.
Ich denke noch: "Seltsam!" Meine beiden Kater saßen wie angenagelt vor dem geschlossenen Staubschutzvorhang.

Zum Wochenende gehört auch mein Einkauf auf dem Markt in Sindelfingen - ohne diese Tour fehlt mir etwas. Zurückgekommen ließ ich den Staubschutzvorhang offen und machte mit meinen Haushaltsroutinen weiter. So schüttete ich unter anderem einen Eimer Schmutzwasser vom Putzen in die Spüle.
Das Wasser blieb stehen, wie üblich, es fing an zu gluckern, wie üblich, ...
HALT! Es gluckerte immer im Waschbecken in der Toilette! Das Waschbecken gibt es nicht mehr! Wo gluckert es dann?
Die Richtung zeigten mir meine Kater, die ungebremst zwischen meine Beine durch den neuen Geräuschen nachjagten. Es gluckerte inzwischen nicht nur, es tropfte, laut.


Aus einem der Abwasserrohre tropfte es! Hallo? Wie geht das denn? Und der feuchte Estrich darunter zeigte an, dass schon vorher die Spülmaschine ihre Spuren hinterlassen hatte! Deshalb saßen die Kater beim Staubsaugen so gebannt am Staubschutz! Ihr Gehör ist besser als meines und so hatten sie das Gluckern und Tropfen durch den Lärm des Staubsaugers durch gehört.


Für die Kater - Kino.

Chewie und Harry als Tropfwassermelder

Für mich - och nöö! Wohin jetzt mit dem Abwasser?

Ursachenforschung nach Wochenbeginn. Das Abwasserrohr muss weg. Also wieder mit dem Bohrhammer Nachbarn um ihre Ruhe gebracht.


Die erste Überraschung. Zwischen Rohr und Küche liegen nur 1 cm Putz.

"Blick" von der Baustelle in die Küche

Blick von der Küche in die Baustelle

Dann die zweite Überraschung, die böse hätte enden können und schließlich die Erklärung brachte, warum ich seit Jahren Probleme mit dem Wasserabfluss hatte.


Das Rohrstück, dass direkt an das Hauptrohr zur Abwasserleitung anschloss war zu, voll mit schwarzer Pampe.

Diese Pampe ließ sich aber nicht lösen. Trotz des Einsatzes von allerlei Hilfmitteln, wie der Spirale, das Rohr blieb weiterhin annähernd dicht. Es blieb den Handwerker nur noch ein Weg, auch dieses Rohrstück musste weg.

Und dann kam der Ruf: "Kommen Sie mal! Das müssen Sie sehen und bringen Sie gleich die Kamera mit!"

Das Corpus delicti - Abwasserrohr mit Silikonmembran

Irgendwann, vor einiger Zeit, hatte ein "Cleverle" ein Rohrstück montiert und es mit Silikon abgedichtet. Dabei dichtete das Silikon nicht nur das Rohr von außen ab, sondern auch von innen!!!

Und KEINER der Sanitärfachleute der letzten Jahre hat dieses Problem entdeckt. Der letzte meinte sogar, die Rohre wären völlig frei!





Kommentare:

  1. Oh Mann...das kann ja noch heiter werden...so viele Überraschungen auf einmal...hoffen wir, das die Schokolade noch kommt :o))

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    1. Ich bin gespannt auf welche Altlasten der Elektriker heute trifft ;-)
      Ein Kabelbruch kam beim Mauerabriss schon zutage - der Auslöser für den regelmäßigen Kurzschluss einer Lampe im Flur.
      Der Elektriker ist nun angekommen, die Spannung steigt ....
      :D

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  2. Ohwei..das klingt abenteuerlich..
    Bei uns steht das Bad an für nächstes Jahr..mir graut jetzt schon davor!
    Liebe Grüße
    Gabi

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    1. Es ist abenteuerlich, doch es geht voran. Das Grauen löst sich sobald ein Anfang gemacht ist! Trotzdem zähle ich die Tage, nein die Stunden bis ich wieder eine eigene Toilette habe. Zum Glück ist der maßgebliche Handwerkertrupp organisiert, nett und arbeitet unerwartet sauber, trotz Bauschutt.
      Fangt an und dann habt ihr es schneller hinter euch ;-)
      Viele Grüße,
      Karin

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    2. Oh je, das ist alles wenig erfreulich, aber du kannst dich demnächst bestimmt auf ein wunderschönes Bad freuen.

      Unsere Tochter hatte jetzt 2 Wasserrohrbrüche, die in die Treppenhauswand ihres Hauses liefen. Das Haus ist aus der zeit von 1914. Jetzt wurde festgestellt, dass in allen Etagen die rohre ausgetauscht werden müssen, der Durchgang ist nur noch Flaschenhals eng und somit wären die nächsten Wasserrohrbrüche vorprogrammiert ( sagt die Videokamera, die alles abgefahren ist.). Dann zahlt die Gebäudeversicherung vielleicht nicht mehr. Das blöde ist, dass Haus hat 4 Etagen und durch alle Etagen müssen sie durchbohren und die Rohre erneuern, d.h, da sind auch Mieter betroffen. Egal wer zahlt, die Arbeit ist unangenehm und mit Lärm und Schmutz verbunden.
      Sei getröstet, dass es bei anderen auch manchmal aufregend zugeht.
      LG Ute

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    3. Oh oh! Wenn so eine Rohrgeschichte in einem mehrstöckigen Haus ist haben viele ihre "Freude" dran. Bei meinen Eltern, die in einem Hochhaus wohnen haben sie in einem Strang in allen Etagen die Badkacheln auf der Suche nach einem Wasserschaden ab- und die Wände aufgeklopft. Eine Familie hatte sich geweigert die Handwerker in ihre Wohnung zu lassen. Und wo war dann der Rohrbruch?
      Deiner Tochter wünsche ich viel gute Nerven und viel Glück. Es gibt tatsächlich Handwerker, die aus der Sache heraus viel Dreck machen müssen, diesen aber wegräumen und mitnehmen!
      Viele Grüße,
      Karin

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