Montag, 30. September 2013

Von bemalten Kieseln zu aufgehübschten Steinen

oder ...

Fundstücke im Setzkasten

Was beinahe wie eine Blogpause aussieht hat nichts mit Pause zu tun, eher mit der Ruhe vor dem Sturm. Ein Umbau in meiner Wohnung steht kurz vor Beginn und ich räume seit Tagen, selbst im Tiefschlaf, die betreffenden Wohnungsteile aus - schraube hier, schiebe dort, packe zusammen, werfe weg!
Heute war meine Herzblutsammelstation dran, der Setzkasten, um vorerst eingelagert zu werden. Und da holte ich aus einem Fach dieses Trio heraus:

 
Putzig, nicht wahr? Kieselsteine zu bemalen war der absolute Hit als ich 13 oder 14 Jahre alt war, also beinahe aus der Steinzeit! :D Somit sind diese Relikte 40 Jahre alt und ein Überbleibsel aus meiner pubertären winzig-winzig-Phase: Kleiner geht es nicht! Oder doch?

Aber ich habe sie noch!



Mit diesen im Setzkasten gefundenen Steinchen in der Hand kam mir mein Sommerurlaub in Island in Erinnerung und die Begegnung mit einigen kuriosen bemalten Steinsammlungen, angefangen in Borgarnes.

Mitten auf einem Parkplatz lag dieser Haufen an bemalten Kieselsteinen, und ...


... nur ein klein wenig weiter traf ich auf diese überwältigende Sammlung im Vorgarten eines Hauses!






Es gibt tatsächlich noch Menschen die sich an Barbapapa und seine Familie erinnern! ;-)

Weitere Treffen mit bemalten Steinsammlungen folgten, von denen ich die schönsten herauspicke:

  • von Kindern bemalt und im Korb gesammelt im 'Kaffihús Gamla Rif" in Rif, wo es übrigens die beste Fischsuppe der Welt gibt!

  • in einem Vorgarten in Grundarfjördur


  • dazu die vielen zu Häusern bemalten Steinbruchstücke

Borgarnes

Bjarnarhöfn - Museum zum Haifischfang

Bjarnarhöfn - Museum zum Haifischfang


Fragt mich doch eine Schülerin die Tage:
"Frau B., könnten wir nicht auch einmal Steine bemalen? Ich habe da was gesehen ....!"

Wenn das kein Fingerzeig mit Aufforderung ist! ;-)




Mittwoch, 18. September 2013

Noch ein Möbiusschal - Strickwerk 2013 #2.xx

oder ...

Ein Erinnerungsstück aus Island

Island, Land der Schafe und der Wolle. Da konnte ich nicht widerstehen und kaufte mir doch ein wenig Léttlopi. Dieses Garn besteht aus reiner isländischer Wolle (Lopi) und ist in seiner schnörkellosen einfachen Art wunderschön. Aus den vielen angebotenen Farben wählte ich mir zwei Farben, passend zu den Moosen der Landschaft, aus.

Da liegt er nun, der Erinnerungs-Island-Möbius-Schal:



aus Léttlopi -



herrlich warm am Hals, aber nichts für kratzempfindliche Menschen - und hilft mir dabei die allererste Herbsterkältung des Jahres loszuwerden.

 
Ich denke, diesen Schal werde ich  auf jeden Fall behalten und er fügt sich zur Palette der restlichen Schals ganz gut ein.



Wer den Schal nachstricken möchte:

2 Knäuel Léttlopi (kann man online bestellen)
1 Rundstricknadel Nadelstärke 4,5 mit mindestens 1m Schnur

Nach einem Anschlag mit 170 Maschen ergeben sich mit den Zwischenmaschen insgesamt 340 Maschen auf der Rundstricknadel.
Für alle meine Möbiusschals benutzte ich bisher ein Rippenmuster (3-4 Runden rechts, 3-4 Runden links) und zwei Farben.

Eine genaue Anleitung findet ihr hier, mit dem Link zu dem Video von eliZZZa, von der diese Art des Strickens eines Möbiusschals kommt.


Montag, 16. September 2013

Herbstlicher Türschmuck in 15 Minuten


oder ...

Hortensien sind selbst verblüht noch schön

Hortensienkugel
Herbstliche Temperaturen vor der Tür, die Sommerbepflanzung in den Blumenkästen will nicht mehr so richtig Blüten und Farbe entwickeln, da fällt mir meine Hortensie ins Auge.
Im Frühsommer hatte sie in herrlichen weißen Blütendolden geblüht um dann den restlichen Sommer langsam ins grün zu wechseln und jetzt werden die Blütenblätter braun. Nachdem ich zwischen den Dolden neue Triebe entdeckte schnitt ich alles verblühte ab.


Nicht nur Kater Harry fand die abgeschnittenen Hortensienblüten zum Wegwerfen zu schade. Tatsächlich kann mit wenigen Mitteln ruckzuck eine Deko daraus hergestellt werden.

Mit etwas Schnur (Paketschnur und Nylonfaden), einer Schere, einem feinen Rebkranz, 7 verblühten Hortensien und 15 Minuten Zeit kann ein Türkranz und eine Hortensienkugel entstehen.


Für den Kranz werden zwei Blüten mit etwas Schnur unter den Blattachsen hindurch miteinander verknotet.


Mit den Schnurenden oder neuen Schnüren verbindet man die zwei Blütendolden "unsichtbar" auf der Rückseite mit dem Rebkranz und verknotet die Schurenden.


Zum Aufhängen noch einen Nylonfadenan an den Kranz binden und fertig ist er, der herbstliche Türkranz!





Die restlichen fünf Dolden knotete ich mit Schur zu einer Kugel zusammen. Zuerst zwei verbinden, dann die dritte Blüte anknoten und die vierte. Bevor ich die letzte verblühte Hortensie einsetzte, knotete ich den Nylonfaden zum Aufhängen in die Mitte hinein.

Hortensienkugel




Sonntag, 8. September 2013

Noch einmal Island - Lieblingsbilder

oder ...

Eine kleine Auslese

Strandgut

Gljúfrabúi

Blick von Dyrhólaey

Hálsanefshellir


Skaftafell

Jökulsárlón



Ytri Tunga

Arnastapi

Snæfellsnes

Snæfellsnes


Reykjanes



So wie es aussieht, werde ich noch ein paar Tage mit dem Sichten und Bearbeiten der vielen Fotos zu tun haben bis ich Familie und Freunde mit Dias bzw. einem Fotobuch einen Eindruck der Reise vermitteln zu können. Doch es macht auch Spaß sich zu erinnern und, so ein ganz klein wenig ;-), eine neue Reise zu planen.



Samstag, 7. September 2013

Noch einmal Island - mein Streckenplan

oder ...

Für Island braucht man Zeit

Bei der Reiseplanung und Vorbereitung beschäftigte mich vor allem, wie viel vom Land ich in das Zeitfenster von 14 Tagen packen kann - eigentlich blieben bloß 10 Tage für eine Rundreise übrig, denn die letzten vier Tage wollte ich in Reyjavik verbringen.

In diesen 10 Tagen wäre es zu schaffen gewesen einmal die Ringstraße, die 1, rund um die Insel abzufahren. Allerdings hätte ich dadurch alle Halbinseln abgeschnitten und nicht so viel Zeit gehabt für spontane Entschlüsse an einem Ort etwas länger zu bleiben. So entschied ich mich Island entlang der West- und Südküste zu erkunden:
  • östlichster Punkt = Jökulsárlón
  • westlichster Punkt = Öndverðarnes
Letzterer Ort ist Google Maps unbekannt, doch er existiert auf der Halbinsel Snæfellsnes. So weit sind die Autos von Google Maps noch nicht gekommen, aber eines davon traf ich gleich drei Mal im Süden Islands, also arbeiten sie daran.

Zurück zu meiner Reisestrecke:

Startpunkt war der Flughafen Keflavik, wo ich meinen Mietwagen übernahm und mit ihm nach Reykjavik fuhr. Von dort aus ging es zuerst nach Osten, dann zurück bis kurz vor Reykjavik um ein Stück nach Norden und den Westen zu fahren.


Insgesamt fuhr ich mehr als 2300 km in den 10 Tagen und wanderte auch noch einige Streckenmeter.
Island nur mit dem Auto zu erkunden finde ich als zu wenig.
Island nicht nur auf der Ringstraße abzufahren war ein guter Plan.

Und wenn man Zeit mitbringt machen einen solche Weggabelungen nicht verrückt, sondern locken mit dem Reiz: Schauen wir mal, wo wir landen! :D



Mit 90 km/h durch ein Land zu fahren bringt ein anderes Reisegefühl mit sich, als wir in Deutschland mit unseren Autobahnen gewöhnt sind. Weil ich etwas vom Land sehen wollte war mir diese Geschwindigkeit ab und an sogar zu schnell und ich gab häufig anderen, durch Rechtsranfahren, die Möglichkeit ihre Reise in ihrer Geschwindigkeit fortzusetzen.

Oft hatte ich, vor allem im Süden, das Gefühl, ich bin ganz alleine unterwegs.

Auf der 36 nach Þingvellir

Nach vorne ist niemand zu sehen und ...
Auf der 1 nach Vík í Mýrdal
 ... nach hinten auch nicht! Die Chance!!


Zum Glück ließ sich auch kein Auto blicken! Ich musste mal und hatte einige Kilometer lang auf einen Rastplatz gewartet oder einen Baum, einen Strauch, einen Fels ... nichts davon in Sicht, also hielt ich dann doch an ... kein anderes Auto kam, nicht einmal beim anschließendem Fotografieren.

Toll, wenn dann in der Ferne etwas Neues erscheint und man sich diesem Ziel nähern kann, ohne es groß aus dem Auge zu verlieren. Wie hier auf der 1 auf dem Weg zum Gletscher Skaftafell, ...

Anfahrt auf der 1 zum Skaftafell
 ... oder wie entlang der 574 auf der Halbinsel Snæfellsnes in Richtung der Felsformationen von  Lóndrangar.




So schön leer die Straßen aussehen, sie sind plötzlich doch bevölkert. Vorzugsweise von Schafen. Und nicht immer weisen Warnschilder darauf hin.



Auch gefiederte Tiere nutzen die Straßen. Enten, auf die das nächste Schild hinweist, sah ich zwar keine auf der Straße, aber immer wieder Möwen.



Daneben gibt es keine Garantie, dass es mit dem schönen glatten Straßenbelag so weiter geht. Es lohnt sich vorab ein Blick in die Straßenkarte, denn eine gestrichelte Linie weist auf eine unbefestigte Straße hin. Die 54 auf Snæfellsnes beginnt von Norden nach Süden als ziemliche Rumpelstrecke um dann, irgendwann asphaltiert weiter zu gehen. Und dann sitzt man in seinem Mietwagen, der Schotter knallt auf den Unterboden, die Gedanken kreisen um den Mietwagenvertrag und den Versicherungsschutz ;-) bzw. wie weit das Bankkonto gedeckt ist. Aber es war so toll links und rechts von der Fahrbahn, dass mir es irgendwann wichtiger war den Anblick zu genießen. Was nicht hieß, dass ich plötzlich ohne angepasste Geschwindigkeit und ohne Vorsicht auf dem Schotter weiter hoppelte. Denn neben Schotter muss mit Schlaglöchern gerechnet werden!!!


Überhaupt führen viele Wege einfach über Schotterstrecken, wie dieser zu meinem gebuchten Quartier, ...


... oder um zu wirklich schönen Plätzen, wie zum Beispiel Þakgil (der "Schlucht mit dem Dach"), abseits der 1, zu kommen. 





Allerdings kam auf dieser Strecke mein normaler PKW an seine Grenzen und ich werde mir für eine neue Reise eher ein Auto mit Allradantrieb nehmen, was heißt: Länger sparen, aber es wird sich lohnen.



Zur Orientierung im Land bzw. auf den Straßen Islands verwendete ich die Straßenkarte aus meinem Reiseführer von Parco Polo. Die Extra-Faltkarte mit einem Maßstab von 1:700 000 reichte für diese Reise völlig aus. In den Situationen, in denen ich nicht wusste wohin (siehe erstes Foto) nahm ich halt die Richtung, die mir irgendwie schöner erschien und es lohnte sich immer. :D

Viel problematischer fand ich das Entschlüsseln der Ortskarten. Das brauchte ich ab und an, um mein Quartier zu finden, oder ein Cafe, ein Museum, ...
Ortskarten am Ortseingang mit etlichen Details gibt es natürlich auch in Island, wie hier in Grundarfjörður.



Oben ist der Ortsplan abgebildet und darunter werden in unterschiedlichen Farben die verschiedenen Plätze von Wichtigkeit aufgelistet, wie auf dem nächsten Foto zu sehen die Unterkünfte und Cafes, alphabetisch geordnet. 
Man beachte jedoch die Nummerierung.



Nun suche man die Nummer 13 als blauen Punkt auf der Karte. Hier bei diesem kleinen Ort klappt es  noch mit dem finden, vor allem da rechts unten ein roter "du bist hier-Punkt" abgebildet ist.



In deutlich größeren Orten ist das ein Suchspiel vom Feinsten. Leider ist mir das Foto der Ortskarte von Selfoss nicht geglückt. Auf dieser Karte fehlte der rote Orientierungspunkt, also musste ich zuerst meinen Standort finden. Nachdem ich 20 Minuten unter 100 Punkten nach dem grünen Punkt mit der weißen Nummer 6 gesucht hatte fuhr ich weiter und verlegte mich auf das Ansprechen und Fragen von Passanten.

Aber kaum aus dem Ort ist die Welt wieder in Ordnung.

Besonders schön: Immer wieder wurde ich auf der Fahrt mit Regenbogen belohnt!


Auf der Nordseite von Snæfellsnes, vor Grundarfjörður, auf der 54


Keine Fotos habe ich von den einspurigen Brücken über die vielen Gletscherabflüsse im Süden Islands. Hier gilt Rücksichtnahme und Abwarten bis freie Fahrt ist. Diese Brücken sind ab und an auch einmal recht lang, doch durch Ausweichbuchten klappte es auch auf diesen mit dem Gegenverkehr.

Aber es bleiben noch Berge an Fotos die ich zu sichten habe und ich denke, das eine oder andere wird noch gepostet werden.