Mittwoch, 31. Juli 2013

Unterwegs zum Kloster Lorch #1

oder ...

Kultur rund um Stuttgart

Von Stuttgart aus zwischen Schorndorf und Schwäbisch Gmünd liegend ist am Hang das alte Stauferkloster Lorch zu sehen (nicht zu verwechseln mit dem Kloster Lorsch, das in Hessen zu sehen ist). Auf jeden Fall lohnt es sich an Lorch nicht nur vorbei zu fahren, sondern nach dem Vorbeifahren umzudrehen (eine Beschilderung zum Kloster von der B29 aus fehlt!!).
Die Klosteranlage liegt direkt am Limesweg (alte römische Grenzanlage) und so ist am Parkplatz auch ein Nachbau eines Wachturms mit Holzwall zu sehen.
Davor steht die Staufer-Stele zu Ehren von Irene von Byzanz, die den jüngsten Sohn des Kaisers Friedrich Babarossa, Philipp von Schwaben, geheiratet hatte.


Wer gotische Architektur wie Fachwerkbau liebt und vor ausuferndem Glanz und Gloria barocker Auswüchse, insbesondere in Kirchen, gerne flüchtet kann hier einige schöne Stunden etwas abseits von Trubel verbringen.


Meine Mutter unterwegs im Kräutergarten


Vom ehemaligen Benediktinerkloster Lorch sind die Kirche, der Kreuzgang mit nahe gelegenem Kapitelsaal erhalten, wie dem Refektorium und vor allem einige Nebengebäude, in dem ein Pflegeheim untergebracht ist.
Schön fand ich, dass das Refektorium tatsächlich noch als Speisesaal genutzt wird. Das Klostergelände war heute voller Gesang und Musik durch viele junge musizierende Menschen, die dort eine Freizeit verbringen.
Der runde Turm kann vom Kirchenschiff aus über 113 Steinstufen bestiegen werden, die dann in eine schmale eiserne Wendeltreppe übergehen. Die letzten paar Stufen waren nichts für mich, vor allem auf dem Rückweg (ich bin nicht schwindelfrei) und oben angelangt war ich ein wenig enttäuscht. Die Rundbögen sind bis zur oberen Kante mit einem Drahtnetz gesichert, wodurch ein freier Rundumblick eingeschränkt ist.

Vom Kreuzgang aus war unser erstes Ziel die Kirche. Sie hat eine Gewölbedecke im Altarbereich und eine Holzdecke im Kirchenschiff. Die Gewölbedecke wie die Seitenwände des Kirchenschiffs sind mit Fresken verziert.
Ich fand diese Kirche in ihren klaren, beinahe minimalistischen Formen wunderschön und beruhigend.



In einer Ecke der Kirche stehen und liegen die Grabplatten einiger Würdenträger der Staufer. Der im Zentrum stehende Sarkophag ist leider auf den zwei oberen Fotos nur undeutlich im Vordergrund zu erkennen. In diesem Hochgrab hat ein Abt im Mittelalter alle vorhandenen Überreste aus Gräbern der Staufer sammeln lassen.



Nebenschauplätze


Eine besondere Tür

Diese Kirchentür fand ich faszinierend. Bisher kannte ich nur die zweiteiligen Haustüren, die "Schwatz-Türen", bei denen zum Unterhalten der obere Teil geöffnet werden kann.
Bei dieser Tür, die aus der Kirche hinaus führt, kann beim Hinunterklappen des oberen Teils höchstens der Kopf oben heraus schauen!


Der Kreuzgang und seine Bewohner

Ich liebe Kreuzgänge und jeder hat seine eigene Magie.


Diese Magie muss Frau Schwalbe, ich denke es ist eine Rauchschwalbe, auch empfunden haben als sie ihr Nest in die Streben der Gewölbedecke baute.


Die Entdeckung des Nests veranlasste mich zurück zum Auto zu laufen um ein anderes Objektiv für die Kamera zu holen. Leider hatte sich bis zu meiner Rückkehr der Trubel im Kreuzgang vervielfacht und Mutter Schwalbe passte besser auf ihre Kinder auf.




Doch irgendwann einmal ließ auch Familie Schwalbe der Trubel kalt, denn: Was tun, wenn sich der Darm mit seiner Verdauung meldet?  ...


Ärschle raus ... plopp ... und dann wird selbst in den Kreuzgang gekackert:

Das sichtbare Zeichen: Achtung! Hier nicht durchlaufen!







Faszination Brunnen

Dieser Brunnen war eigentlich leer, aber das Wasser plätscherte in der warmen Sonne herrlich meditativ vor sich hin.




Schafe


"I'm blue dabbadidabbadei..." :D



Wer mehr zum Kloster wissen möchte:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Lorch
http://www.kloster-lorch.com/
http://www.schloesser-und-gaerten.de/monumente/kloester/kloster-lorch/kloster/gebaeude/klosterkirche/grablegen-in-der-klosterkirche/


Samstag, 27. Juli 2013

Ferien - holidays - vacances - ...

oder ...

Entspannung von Katzen lernen


Jedes Jahr zum Beginn der Sommerferien brauche ich einige Tage um das Schuljahr innerlich abzuschließen und vor allem die letzten Schultage zu verarbeiten. Zuletzt überhörte ich fast täglich meinen Wecker. Ein Zuspätkommen in der Schule (als Lehrer ein Unding!) gelang dann nur noch mithilfe meines Handys und der kräftigen Unterstützung durch "Mutter" von Rammstein.

1. Ferientag

Rammstein sollte noch einmal zum Aufstehen helfen. Half aber nicht. Ich verschlief total und kam mit zweistündiger Verspätung beim Arzt an. Zurück zuhause klappten mir, kaum auf dem Sofa sitzend, die Augendeckel wieder zu. Selbst das abendliche Kraftfutter (Bratkartoffeln mit drei !!! Spiegeleiern !!! - habe ich sogar aufgegessen !!!) bei einem Treffen mit netten Nachbarn sorgte für keinen echten Energieschub.

2. Ferientag

Rammstein war abgestellt. Wecker war abgestellt. Kater-Wecker vergessen!!!!
Früh am Morgen hält es Chewbacca wie Simon's cat bei
Cat man do <-- klick mich.

Mühsam aufgestanden erlebte ich im Anschluss Harry wie bei
Feed me  (<-- klick mich) .

Allerdings schlafften die zwei Katerburschen nach dem Frühstück sofort und so völlig ab, dass ich dachte: Da mache ich mit! :D

Leider passte ich nicht in den Karton ...
Chewbacca im Karton

und auf das Hochbrett traute ich mich nicht ...
Chewie & Harry

aber ein gemütliches Plätzchen auf dem Balkon, Sofa, Sessel tut es ja auch!

Gegen späten Nachmittag war dann zumindest so viel Energie da um Bilder zu rahmen (ich)
oder
Bilderrahmenglas mit gezieltem Sprung zu zertöppern (Kater)
und Kater zu trösten (ich)
oder
mich zu verpflastern (Kater "halfen").
Zwei Glasscheiben in drei Tagen ist ein die Wirtschaft fördernder Schnitt.


Nun hat zumindest ein Bild aus den letzten Tagen einen Rahmen und einen festen Platz zwischen älteren Bildern von mir.


Chewbacca und Vorlage für den Weihnachtsbrief 2012

Schwan 2001

Frühling 2002

Ohne Titel 2013

Montag, 22. Juli 2013

Und noch ein Bild: Mohn? - Mohn!

oder ...

Bunt und rund - Schnittwerk #1.4

Mir war gestern Abend/letzte Nacht nach etwas nettem, "liebelichen" als Endergebnis der Collagereihe mit runden Formen.

Nach etwas Pinseln, Schneiden, Schnippeln kam dann etwas an Mohn erinnerndes heraus:





Fortsetzung folgt!



Sonntag, 21. Juli 2013

Noch mehr Farbenrund für die Wand

oder ...

Bunt und rund - Schnittwerk #1.3

Nachdem ich die ersten collagierten Bilder (siehe hier) nach den ursprünglichen Ideen zusammengestellt und an der Wand hängen hatte - es war die erste Nachtschicht - träumte ich den Rest der Nacht in Kreisen weiter. Irgendwann stand ich dann doch wieder auf und machte weiter:



Nach diesem Bild entschied ich mich eine Anordnung tatsächlich in Bildform zu bringen, die ich vor Arbeitsbeginn  just for fun zusammengepuzzelt und für Freunde auf Facebook gestellt hatte:


 Heraus kam dann ...


... und im Detail ...


Fortsetzung folgt!












 



Farbe braucht die Wand

oder ...

Bunt und rund - Schnittwerk #1.2

Mir ist endlich warm genug, die Lebensgeister und der Tatendrang erwachen. So machte ich die letzten Tage meinen größten Tisch frei um ihn gleich wieder vollzupacken. Drauf kamen jede Menge Papier, Schere, Schneidemesser, Klebstoff, Farben, Pinsel und ich ließ mich von der kreativen Muse küssen, egal wie spät oder früh es war.

Zwischen der Vorarbeit und der Ausarbeitung der Collagen, liegt inzwischen ein Jahr. Wer gerne die Vorgeschichte (noch einmal) lesen möchte, der klicke hier.

Bei den ersten Collagen, die ich in diesem Post vorstelle, blieb ich nahe an der ursprünglichen Idee die geschnittenen Kreise anzuordnen - im Quadrat.

Hier stelle ich die ersten drei Ergebnisse vor, nur an die Wand gepinnt, ungeschnitten und ungerahmt:







Fortsetzung folgt!

Freitag, 12. Juli 2013

Häkelwerk #3 - Handstulpen

oder ...

Eine schnelle Häkelarbeit für Zwischendurch


Eigentlich habe ich trotz dem Sonnenschein kalte Füße. Sobald es schattig ist oder die Sonne hinter Häusern oder Bäumen verschwindet bin ich schon wieder im Modus Gänsehaut. Trotzdem entstanden an einem Abend, während ein paar Dauerbrenner-Serien im TV, ein paar Handstulpen.


Eigentlich wollte ich nach der letzten aufwändigen Häkelei die Häkelnadeln in die Schublade ganz unten und dort weit hinten verbannen. Und wenn nicht der Notizblock mit meinen Notizen vom letzten Urlaub, für die Planung der neuen Reise, auf dem Tisch gelegen hätte wäre das auch genau so passiert. Dort hatte ich auch einige Ideen zum Nacharbeiten mit Nadel und Faden gesammelt.




Im Nationalmuseum in Reykjavik hatte ich ein paar gehäkelte Handstulpen gesehen und mir dazu diese Notiz, oder "Anleitung", gekritzelt. Jetzt, nach Monaten, arbeitete ich die Stulpen nach, allerdings ohne einen Häkelspitzenabschluss, wie ich es im Original gesehen hatte.




Material:

50 g feine Merinowolle
1 Häkelnadel 3,5

Kurzanleitung:

Luftmaschen häkeln und zu einem Kreis schließen. Für meine schmalen Hände reichten 44 Luftmaschen.
Gehäkelt wird mit festen Maschen in Runden. Dabei wird beim Häkeln nur der hintere Querfaden durchstochen und der vordere bleibt stehen. Dadurch wird die Häkelarbeit elastischer.




Nach 30 Runden wird 5x in jeder 2. Runde eine Masche zugenommen (= 49 Maschen).


Nach 40 Runden noch einmal 10 Runden ohne Zunahme häkeln und mit einer Reihe im Krebsstich abschließen.



Ich häkelte mit einem vor Jahrzehnten mit Birkenblättern gefärbten Wollgarn, das mit Alaun gebeizt heute noch den Grünton hat, den ich ursprünglich haben wollte.




Samstag, 6. Juli 2013

Es ist doch noch eine Decke geworden

oder ...

Die Fortsetzung vom Restehäkelrosettennichtverzweifelnrettungsprojekt zum graue Haare kriegen

Zwei Ideen hatte ich um aus übrig gebliebenen Häkelrosetten von mehreren Versuchen einen Pullover zu häkeln eine Decke werden zu lassen: bunte Akzente oder Ton in Ton.

Für die bunten Akzente sprach mein Wohnkonzept: Ich lebe bunt!

Die Variante Ton in Ton findet sich in meinem Kleiderschrank, ansonsten würde ich in meinen vier Wänden wie ein Chamäleon wirken.

Die Entscheidung in grau weiter zu arbeiten traf ich, als ich die ersten Rosetten aus der schon zusammengenähten Decke trennte. Ich hatte so sauber genäht, dass ich die vernähten Fäden erst suchen musste und dazu zupfenderweise reichlich Fäden zog.
Und so erweiterte ich die vorhandenen 85 Rosetten auf 94 und häkelte noch 10 halbe Rosetten dazu.

Das nach einer waghalsigen Klettertour einer alten Dame in ihrem Wollgeschäft besorgte Material erwies sich beim Häkeln dunkler als erwartet. Zudem machte mir die geringe Lauflänge der Baumwolle (von Wollservice Geisenfeld) Sorgen:

Reicht das Material?

Es reichte! Knapp!





  Ich bin froh darüber weiter in grau gearbeitet zu haben.

Die Farbtonunterschiede der ursprünglichen, teilweise durch Sonnenlicht ausgebleichten, Rosetten ließen die Decke von Anfang an scheckig erscheinen und die zusätzlichen, dunkleren Rosetten machen das auch nicht besser. Mit farbigen Kontrasten hätte ich neben der Musterung durch die Häkelarbeit zusätzliche Unruhe in die Decke gebracht und alles zusammen hätte mich an die Häkeldecken meiner (Ur-)Oma erinnert. Das hätte ich mir auch mit "vintage is an in-thing" nicht schön reden können.

Da endlich die Sonne scheint ging ich zum Fotografieren in meinen "Garten".









Von Garten zu sprechen ist wirklich weit hergeholt, denn es sind vielleicht gerade so 7 m x 1 m an meinem Balkon und Wohnung entlang. Für Pflanzen und Gesumm reicht das!  ;-)

Kleines Bild von meinem kleinen Garten.












Hauptsache diese Decke ist fertig und ich kann die Häkelnadeln wegräumen um endlich wieder etwas anderen zu machen.



Somit ist die Baustelle 9 ist abgeschlossen.