Samstag, 27. April 2013

Plastiktüten neu verwertet - Häkelwerk 2013 #1.3

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Reduce, Reuse, Recycle




Wer kennt das nicht? Plastiktüten zuhauf!

Auch wenn man darauf achtet immer einen Korb oder eine Tasche dabei zu haben, auf ein "Brauchen Sie eine Tüte?" mit "Nein, danke!" reagiert, landet das eine oder andere Kleidungsstück oder dies und das doch in einer Plastiktüte bei uns zuhause.

Und der Berg wächst. Die eine oder andere Tüte wird als Mülltüte verwendet. Andere schaffen es irgendwie immer wieder durch Farbe, Aufschrift und andere Attribute im Stapel der Tüten  unter all den anderen zu landen. Doch die meisten landen einfach so in den Eimer. Das muss aber nicht sein.

Ich gebe ja zu, bei diesem Projekt wurden auch einige Tüten bei mir verschont (wie eine Tüte vom Bärenladen aus Totnes in England). Doch die meisten mussten daran glauben, wurden zerschnitten, gewickelt und verhäkelt - noch ein gehäkelter Utensilienkorb! Aber dieses Mal ist das Ergebnis wieder für Nassräume geeignet. Die Plastiktüten machen das möglich.

In diesem Korb stecken ungefähr 15 Tüten.

Plastiktüten sind sehr unterschiedlich im Material. Einige Tüten musste ich bei der Arbeit aussortieren. Zum einen gibt es unterschiedliches Tütenmaterial und zum anderen gibt es Tüten die einfach nicht beim Häkeln durch die Nadel "flutschen" wollen.

Dieser Korb entstand aus den glänzenden, stabileren Tüten. Der Korb aus den matten, dünnen Tüten ist noch in Produktion.

Zugegeben, das Häkeln dieser Plastiktüten ist nicht einfach, vor allem weil jede Tüte einen eigenen  Rhythmus zum Verhäkeln einfordert. Am besten lässt es sich mit den dünnen, matten Tüten arbeiten. Es sind die Tüten, die auch knistern beim Anfassen und weniger stabil sind.


Die Vorarbeit

Von den Plastiktüten wird der Boden und der Griffteil abgeschnitten. Das geht ganz gut mit der Schere, aber mit dem Rollmesser geht das deutlich besser und vor allem exakter. Oben und unten liegen die verschweißten Kanten und rechts und links ist die Tüte jetzt offen.


Die unten liegende Kante nach oben klappen und ca. 5cm Platz zur oberen Kante lassen. Das ist wichtig!


Nun Streifen schneiden. Das geht mit der Schere (wie ich links angefangen habe), aber leichter und genauer ist auch hier das Rollmesser zu handhaben. Die Streifen in einem Abstand von 2 bis 3 cm schneiden und nur bis zur ersten Kante der Tüte.


Die fertig eingeschittene Tüte auffalten und ...


... nun mit der Schere weiterarbeiten.  Dazu schräg vom unteren Streifen zum oberen Streifen schneiden.


Erst nach den ersten geschnittenen Streifen den Anfangsstreifen am Rand schneiden.


Die erste Tüte ist in Streifen geschnitten.


Hier liegen die 16 Tüten, von denen ich eine nicht verwendete.


Die Herstellung

Bei der Arbeit nach der Anleitung aus dem letzten Post.


Und hier das fertige Körbchen!



Ach ja, wie ich auf die Idee kam Plastiktüten zu verwenden. Es ist eine der Inspirationen aus Reykjavik. Hier sah ich diesen Flechtkorb aus Tütenmaterial:


Freitag, 26. April 2013

Das war nötig: Tschüss Arbeitswoche! - Hallo Wochenende!

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High five auf mich :D

Habt ihr auch eine anstrengende Woche hinter euch? Dann belohnt euch doch einmal selbst und gönnt euch eine maßgeschneiderte Urkunde.
Den Tipp hat Jessica Jones auf ihrem Blog How About Orange heute gepostet. Ich schließe mich ihr an und danke Designerin Jessica Hische für diese Möglichkeit sich selbst zu belohnen.


Einfach nur den Namen eingeben und den Beruf, oder Berufung oder was einem gerade wichtig ist und die Urkunde generieren lassen. Ist zwar nicht so ganz mein Stil, viel zu viele Schnörkel, aber ich liebe diese Katzen im Hintergrund! Dann einen Screenshot von der Urkunde machen und  das Teil auch noch speichern und/oder ausdrucken zu können.

Um jetzt selbst eine "Officially Awesome"-Urkunde zu bekommen klicke direkt hier, oder gehe über Swiss Miss, wo der ursprüngliche Link herkommt.

Schönes Wochenende und lasst euch von dem Regen nicht unterkriegen!

Mittwoch, 24. April 2013

Unterwegs um Material zum Spinnen zu finden

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Endlich Frühling im Ländle


Wer bei solch schönem Wetter wie heute die Chance hatte raus in die Natur zu fahren wurde richtig belohnt! Ich war unterwegs nach Seebronn bei Rottenburg um mir neues Material zum Spinnen zu kaufen. Etwas abgelegen, Richtung Wurmlingen, liegt der Heuberger Hof bzw. das Lager von Seehawer und Siebert. Dort kann mittwochs zwischen 14.00 Uhr und 17.00 Uhr gestöbert werden - so schön!
Online verkaufen sie nur an Wiederverkäufer und Schulen, doch an diesen Nachmittagen wird nicht nach einem Ausweis gefragt. Mir lag heute der Sinn nach edleren Fasern, wie Kaschmir, Seide, Kamelhaar oder noch exotischerem Material, wie Yak.







Toll fand ich die Möglichkeit an gefärbtem Kammzug aus Merinowolle und Seide soviel abzupfen zu dürfen, wie man möchte oder braucht.


Und ich bekam alle Naturmaterialien und Chemikalien zum Beizen, die ich zum Pflanzenfärben von Wolle und Seide brauche. Nachdem ich die Tage wieder meine alten Unterlagen zum Färben gefunden hatte möchte ich es doch wieder einmal probieren.


Glücklicherweise muss bar vor Ort bezahlt werden und der nächste Bankautomat ist weit weit weg! :D
Da ich kurz vorher noch mein Auto betankt hatte (günstige Tankstelle - also tanken!) war der Geldbeutelinhalt überschaubar. Keine Chance für einen ausufernden Kaufrausch! Zumal sich herausstellte, dass mein vor ca. einem Jahr entdeckter Lieblingswollladen gerade mal eine Ortschaft weiter ist.
Um nicht noch in Versuchung zu kommen, dort auch noch vorbeizufahren, nahm ich für den Rückweg nicht die Autobahn Richtung Stuttgart, sondern fuhr über Land. Es hat sich gelohnt! Ein Augenschmaus selbst für mich Stadtmensch - das Hecken- und Schlehengäu im Frühling.








Montag, 22. April 2013

Häkelwerk 2013 #1.2 - Noch mehr Häkelkörbchen

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Die Anleitung

links Baumwolle, Mitte Leinen, rechts der Kaufartikel

Inzwischen sind vier weitere Körbchen entstanden, alle nach dem gleichen Prinzip -  es wird quer gehäkelt.

Die Anzahl der Luftmaschen/Maschen entscheidet über die Höhe der Körbchen,
die Anzahl der Reihen über die Breite.
Gehäkelt wird mit festen Maschen.

Verwendet habe ich Baumwollgarn und Leinenbindfaden aus der Krabbelkiste in der Gartenabteilung eines Reste-Discounters. Normales Topflappengarn fand ich im Ergebnis als unbefriedigend, es war ganz einfach zu weich und gab den Körbchen zu wenig Festigkeit. Das Baumwollband bzw. -garn ist im Vergleich mit dem Kunststoffband vom Prototyp-Körbchen fast genauso fest und deutlich besser zu verarbeiten. Allerdings eben nicht geeignet für Nassräume.





Als Beispiel zur Anleitung erkläre ich das Körbchen in der Mitte aus dem Leinengarn.

Vom Leinengarn brauchte ich 2 Docken und häkelte mit einer 4,5er-Nadel.

Anschlag: 30 Luftmaschen + 1 Luftmasche zum Wenden
Danach: 24 Reihen feste Maschen


Die 25. Reihe ist zugleich die 1. Reihe der zweiten Seite!
Nach der Luftmasche zum Wenden wird die erste Masche von hinten aufgenommen und ...


 ... die Nadel in die Vorreihe eingestochen bevor eine feste Masche gehäkelt wird.






Dadurch entsteht eine Rippe, die die Kante des Körbchens markiert und festigt.




Auf diese Rippenreihe 23 Reihen feste Maschen häkeln = 24 Reihen und die zweite Seite wie vorher beschrieben mit der 25. Reihe bzw. 1. Reihe der neuen Seite beenden.

Die vierte Seite nur 23 Reihen hoch häkeln.


Mit der 24 Reihe wird das Körbchen geschlossen.

Dazu zuerst eine Luftmasche zum Wenden häkeln.
Danach aus dem Luftmaschenanschlag einen Faden aufnehmen, dann die zwei Fäden aus der letzten Reihe ...


... und eine feste Masche häkeln. Wiederholen bis die Seite geschlossen ist.


Der Boden wird direkt angehäkelt!

Zuerst 1 Luftmasche zum Wenden häkeln.
Aus der nächsten Kante 23 feste Maschen heraushäkeln und ...


... insgesamt 23 Reihen feste Maschen häkeln.


Den Faden mit einer Schlaufe sichern und abschneiden - nicht zu kurz, damit er noch zum Zusammennähen reicht.

Nun noch ein paar Ansichten meiner Häkelergebnisse.


Das Leinengarn-Körbchen ohne ungeklappten Rand.






Manches Garn lässt sich richtig toll verabeiten, obwohl es fest ist. Andere sind die Pest!!! Es hakt im Haken der Häkelnadel, das Zeug rutscht nicht über den Nadelschaft <argh> und dann passierte etwas, was man mir nie zutrauen würde:

Ich verbiege und zerbreche Metalle!!! Cool!
Solange es nicht die eigenen Knochen betrifft, Materialermüdung die aufbaut :D !




Samstag, 20. April 2013

Wasserschaden

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M/eine Not-, Übergangs-, Problemlösung: Eine Frühlingswiese für mein Klo


Das war ein Schreck, als ich nach meinem Urlaub bemerkte, meine Toilette produziert Pfützen beim Spülen. Es war jedoch nur des Schreckens Anfang! Denn, als sich mein netter Hausmeister-Nachbar die Sache ansah, da kam ein Übel unter dem Fußbodenbelag zutage. Kein Augenschmaus und schon gar keiner für die Nase - meine neuen "Untermieter" Schimmelnder Pilz und seine Partnerin Silbernes Fischchen stellten sich vor. - Was habe ich über diese zwei Bezeichnungen gelacht, als Zeus und Wirbitzky am Ende der Morning Show vom 11. April in die Morgensonne ritten.

Heute fand ich dann beim Discounter des weißen Mannes eine Lösung zum Abdecken des potthässlichen, fleckigen Estrichs, der immer noch nicht richtig trocken ist:

Kunstrasenfrühlingswiesenplatten mit Gänseblümchengarnierung.

Ich mag eigentlich gar keine künstlichen Blumen oder Plastikattrappen, aber diese Platten bestehen aus einem Kunststoffgitter mit aufgesetzten Kunststoffpuscheln. Genial, dachte ich, mit "eingebautem Belüftungssystem" ;-) und pro Platte knapp 2€.



Vorher  (nur der hübsche Ausschnitt) und in klein


und das Ergebnis.




Nun ist die Baustelle abgedeckt und sie kann trotzdem weiter abtrocknen bis ich eine Idee bzw. das Geld habe um an die eigentliche Lösung zu gehen. Hauptsache der Schaden ist behoben und das Leck wieder abgedichtet. Danke an Herrn K.!







Sonntag, 14. April 2013

Häkelwerk 2013 #1 - Häkelkörbchen

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Kleine Helfer zum Ordnung halten


Ordnung halten ist so m/eine Sache. Bei meinen inzwischen erwachsenen Kindern hat meine Erziehung Erfolg gehabt. Sie haben meinen Rat - "lege deine Sachen immer gleich dort hin, wo sie hingehören" - verinnerlicht. Ich übe noch!

Wenn man dann noch ein solches Winzig-Bad hat, wie ich, muss Ordnung System haben. An dem System arbeite ich auch noch.

So kaufte ich letzte Woche versuchsweise ein Häkelkörbchen bei Depot für 4,99 €.



Da es nicht unbedingt die richtige Farbe für mein Bad hat versuchte ich mich nun selbst an einem Körbchen. Wieder einmal ohne Anleitung, aus dem Bauch heraus und nur mit dem Vorbild vor Augen.

Nummer 1, der Prototyp ist fertig, in grün (wen wundert es?).




Als Material suchte ich nach einem wasserfesten Garn und nahm dazu beim Baumarkt sogenannten Schmuckfaden mit. Alternativ werde ich die Tage auch noch den im 1-€-Laden gefundenen Leinenbindfaden ausprobieren und auch ganz normales Topflappengarn aus Baumwolle. Baumwolle und Leinengarn sind nicht optimal für einen Nassraum geeignet, aber sie sind sicherlich besser zu verarbeiten als der störrische Schmuckfaden.


Und das Körbchen wird schon verwendet - für meine Badezusätze.


Die Anleitung kommt, in einem Weilchen.