Mittwoch, 31. Oktober 2012

Kerzenhalter in Sternform falten #1

oder ...

Es werde Licht in diesen länger werdenden Nächten

 


Die Idee für diesen Teelichthalter in Sternform kommt von Antje Vagt, die zum Falten eine recht detaillierte Anleitung als PDF zum Download auf ihrer Internetseite: vagt-origami.de zur Verfügung stellt.

Grundlage für diese Kerzenhalter sind ein fertig geschnittenes Sechseck.
Mit einem Zirkel lässt sich das schnell konstruieren.


Für die normalen Teelichter, Ø 3,7cm, stellt man den Zirkel auf einen Radius von 8,7 cm ein. Für die großen Teelichter mit einem Ø von ca. 5,5 cm verwendete ich nach der Anleitung von Antje Vagt 11,5cm Radius für den Zirkel.

Um es mir für weitere Teelichthalterungen einfacher zu machen stellte ich mir zwei Schablonen aus Karton her, die ich dann nur noch auf dem geeignetem Papier auflegen und mit Bleistift umfahren muss, bevor ich sie mit einem scharfen Messer ausschneide.

Als Papier zum Falten eignet sich Origamipapier nicht. Auch das normale Druckerpapier mit 80g/m2 ist nicht optimal. Der Schwabe würde sagen, dass das Ganze "zu lommelig" wird. Die besten Ergebnisse erzielte ich mit einer Papierqualität von --> 120g/m2.

Wichtig ist absolut exakt zu schneiden und zu falten. Das stärkere Papier "verzeiht" keine Unregelmäßigkeiten.


Bis zu Bild 8 klappte das Falten ohne Probleme mit der PDF-Anleitung.




Bei Bild 9 hatte ich trotz dem Foto daneben erst einmal ein Verständnisproblem. Doch einmal angefangen die Spitzen in Richtung Mitte zu falten ließen sich die Falzlinien problemlos in die richtige Form arbeiten. Bei mir sah es dann so aus ...




... bis ich dann die Form von Bild 10 vor mir liegen hatte. Leider ist das entsprechende Foto dazu nichts geworden.

Bild 11, mit den nach außen zu faltenden Spitzen, war dann wieder leichter verständlich.


Doch Bild 12 und 13 der Anleitung hatten es wieder in sich. Deshalb versuchte ich dazu wieder ein paar erklärende Fotos.




Die aufrecht stehenden Dreiecke müssen nun noch scharf nach rechts und links gefaltet werden, damit das Teelicht hinterher schön gehalten wird.

Fazit:
Mit der kleineren Variante für die normalen Teelichter bin ich nicht so zufrieden. Die Teelichter "versinken" irgendwie in der Sternform. Zwischen der Aluminiumkante der Kerzen und der Oberkante der gefalteten Sterne liegen ca. 1 cm .
Bei den Sternen für die großen Teelichter passt dafür alles und ich versuchte nun rotes Papier.


Und ich habe eine Idee für meine Weihnachtskarten-Edition 2012!

Samstag, 27. Oktober 2012

Weißer Herbst

oder ...

Zieht euch warm an und gönnt euch was Leckeres


"Äh, bäh, pfui" waren meine ersten Gedanken, als ich heute morgen den Rollladen hochzog und aus dem Fenster schaute. Der Wetterbericht hatte tatsächlich eine zutreffende Voraussage geliefert, leider.
Und es wurde den ganzen Tag nicht besser.
Schnee und Kälte sind definitiv nicht mein Wetter. Vor allem nicht schon im Oktober!!!


So macht Autofahren keinen Spaß.


Ich glaube, auch die Bauern freut das feuchtkalte Zeugs nicht.

Was bleibt uns übrig in diesen Breitengraden?
Warm anziehen und was gutes kochen :D!

Das Strickzeug, es soll eine Art Tunika werden wächst langsam, sehr langsam. Denn heute fiel mir in einer unachtsamen Minute mitten im Patentmuster eine Masche und ich musste ALLES wieder auftrennen.


Wenn das Strickwerk etwas wird stelle ich die Anleitung in den Blog. Jetzt hoffe ich erst einmal, dass ein weiterer Maschenfall ausbleibt.

Zum Magen und Seele wärmen haben mein Sohn und ich heute wieder zum Essen die japanische Versuchsküche geöffnet. Vor einiger Zeit hatte ich ihm einige Original-Zutaten plus einer Kurzanleitung zu Okonomiyaki geschenkt und er ist bisher nicht dazu gekommen es auszuprobieren. Bevor er nun für ein halbes Jahr für ein Praktikum nach Island geht wollten wir endlich wissen, wie das funktioniert und ob es uns tatsächlich schmeckt.
Vor ein paar Tagen hatten wir schon herausgefunden, dass uns eine wichtige Zutat fehlt: Dashi.
Das ist letztlich nichts anderes als eine Brühe aus Instantpulver, allerdings aus Fisch bestehend.
Hmm, ich lebe vegetarisch.
Aber ich habe es trotzdem gesucht und im Asienhaus in Tübingen bekommen.

Jetzt wollte ich es genauer wissen, wie Japaner Okonomiyaki herstellen und bemühte Youtube. Schon beim Eingeben von Okonomiyaki wurde mir "Cooking with dog" als Treffer angeboten und ich erinnerte mich, dass meine Tochter davon berichtet hatte und wie hilfreich diese Videos für ihre japanischen Kocherfahrungen waren. Allerdings konnte ich mir bei der Eingangswerbung und dem Beginn des Videos ein breites Grinsen nicht verkneifen.






Was folgte war dennoch eine schlüssige und nachvollziehbare Erklärung wie diese Art an japanischem Pfannkuchen, oder japanischer Pizza zubereitet werden kann.



Hier erst einmal der Link zum Originalrezept des Okonomiyaki von "Cooking with dog".

Wir änderten die Zutaten allerdings etwas.
Backpulver und die Bergyamswurzel ließen wir weg, auch den Oktopus und die Shrimps denn ich wollte als Veggie ja auch mitessen.
Stattdessen schnitten wir 50 g Steinpilze und ein Stück roten Paprika hinein. Den Speck verteilte ich so, dass ich meinen Abschnitt hinterher hatte,
und ...

es war lecker, superlecker, Seelenfutter.
Dabei war es mir letztlich egal, dass Dashi eigentlich Brühe auf Fischgrundlage ist und die Bonito-Flocken getrocknete Thunfischraspeln sind.

Allerdings werde ich für mich selber in Zukunft das Mehl für den Grundteig mit Gemüsebrühe anrühren und statt der Bonitoflocken etwas Käse über den/das Okonomiyaki reiben.

Montag, 22. Oktober 2012

Meine neue "Nachbarin"

oder ...

der erste Einsatz von einem DIY-Makroaufsatz für das iPhone 4s


Vorab, das ist nichts für Spinnenphobiker! Also Ylva, jetzt kannst Du noch wegklicken.

Nun denn, mich hat die "Rüsselpest" mit allen möglichen Komplikationen die letzten Tag mehr oder weniger ausgeschaltet.
In den neun Tagen mit viel Bettruhe, literweise Tee und gerade soviel kochtechnischem Aufwand um nicht vom Fleisch zu fallen blieb wenig Kraft und Sinn für das was als Haushalt bezeichnet wird. Um nicht in Katzenhaaren zu ersticken schaffte ich es zwischenzeitlich zumindest den Staubsauger  anzuwerfen, die Spülmaschine auszuräumen als es keine sauberen Tassen und Löffel mehr im Schrank gab und die Futterschüsseln für meine Katerchen ausgingen. 
Für heute morgen stellte ich mir den Wecker, denn
a. ich wollte von meiner Ärztin wissen, ob es OK ist nach soviel Schonzeit immer noch wie ein Bär zu klingen und schlapp wie Schmidtchen Schleicher durch die Landschaft zu tappen - Sonntag hatte ich einen Spaziergang in der Sonne unternommen, und
b. ich wollte zumindest etwas Alltag wieder leben, auch wenn ich noch krank geschrieben bin.
Nachdem ich diesen Entschluss am Sonntag gefasst hatte fiel mein Blick aus dem Fenster meines Näh-/Arbeitszimmers und ich nahm endlich wahr, warum sich meine Kater seit Tagen gerade dort so gerne aufhielten - eine Kreuzspinne hatte die ruhigen Tage genutzt und über die Hälfte der Fensterfront ihr Netz gespannt.



Mich haben Spinnen schon immer fasziniert, allerdings auch nur die bis zu einer gewissen Größe. Als mir vor Jahren ein Schüler in seiner Projektprüfung seine Vogelspinne etwas näher bringen wollte habe ich dann auch gekniffen.
Nun saß ich zusammen mit meinen Katern an einem meiner Fenster und beobachtete ... hmm, meine neue Nachbarin, die Spinne. Irgendwann ging ich an den PC und googelte nach Kreuzspinnen um zu erfahren, dass es sich um eine Gartenkreuzspinne handelt, eine Araneus diadematus. So entschied mich "meine" Spinne Demi zu nennen. (Ich höre jetzt gerade meine Kinder aufstöhnen: Muss denn alles einen Namen haben? - JA! :D)

Es war wie Kino. Plötzlich, schwups, Bewegung im Netz, kleines schwarzes Fliegentier zappelt, Demi ruckzuck daneben, die Kater Chewie und Harry angespannt auf dem Fensterbrett ... keine Chance fürs kleine schwarze Fliegentier. Demi wickelt alles ein.


Jetzt wollte ich es wissen, wie nah ich mit meiner Kamera an Demi rankommen konnte und merkte schnell - nicht so nah, wie ich es mochte. Es ist so schade, dass an die neue Kamera mein geliebtes altes Objektiv nicht passt.

Näher geht es nicht, leider!

Aufgeben ging nicht! Kopf in den Sand stecken wollte ich nicht, denn dazu müsste ich den Kopf hängen lassen, was meinen Nebenhöhlen momentan gar  nicht gefällt. Also, Kopf hoch! Und was sah ich da? Da stand im Regal ein Päckchen, dass ich mir auf der Documenta in Kassel gekauft hatte: ein Bausatz für ein Makro-Objektiv für (m)ein iPhone!!!


Warum ich mich noch nicht ans Basteln gemacht hatte weiß ich nicht. Aber dieser Zeitpunkt war ideal und genau der richtige. Da alles vorgestanzt war ging das Heraustrennen der Bauteile sehr schnell. Genauso leicht gelang das Falten. Alle Kanten waren vorgefalzt. Die Klebeflächen sind eindeutig ersichtlich, die Reihenfolge der Arbeitsschritte klar formuliert und mein Makroobjektiv nach 20 Minuten einsatzbereit.



Und ...

... es funktioniert tatsächlich:

Demi von ganz nah!


Wer diesen Bausatz für das iPhone 4 oder 4s selbst ausprobieren möchte bekommt ihn für 4,99€ bei AstroMedia unter diesem Link.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Lavendel und Kastanien

oder ...

der unermüdliche Materiallieferant Herbst


Auch wenn ich die zunehmende Kälte und früher werdende Dunkelheit überhaupt nicht mag liebe ich den Herbst. Es ist die Jahreszeit, die einem das Material vor die Füße fliegen lässt, welches anscheinend nur darauf wartet von mir aufgehoben zu werden. Ich kann nun einmal nicht so einfach an einem schön gefärbten oder geformten Blatt achtlos vorbeigehen. Es klappt genausowenig bei Kastanien - ich muss mich einfach bücken! So bückte ich mich die letzten Tage verflixt häufig und sammelte wie ein Eichhörnchen Blätter, Eicheln, Zapfen, Kastanien, ...  ohne zu wissen wozu und was daraus werden soll.

 
Im Moment des Sehens fand ich jedes Teil einfach viel zu schön um es auf der Erde liegend Wind, Wetter, Füßen, Autos und mehr der Zerstörung ausgesetzt zu sehen.
Manches sah nach einer Woche auf meinem Balkon dann allerdings auch nicht mehr so ansprechend aus um etwas zu seiner Daseinsverlängerung zu unternehmen. Trotzdem bücke ich mich weiter und unter fast jedem Teppich liegt eine Zeitung in die ich Blätter zum Pressen deponiert habe. Unter einer Teppichecke fand ich, hmm, tja, ich will ehrlich sein, eine Zeitung mit der Ausbeute vom letzten Jahr - hat was von Eichhörnchen <smile>

So sah ich dann auch die Rosenblüte im Garten meiner Tochter, bei der ich für zwei Wochen die Katzen hütete, fütterte, bespielte. Abgebrochen lag sie einfach so da und sah dabei noch so schön aus. Birmchen Ronja fand diese Rettung mindestens ebenso schön wie ich und schleckte jeden Regentropfen von den Blütenblättern ab.


Bei der Rosenrettung fielen mir die geernteten Lavendelbündel meiner Tochter auf. Meine Lavendelernte habe ich schon in Duftsäckchen eingenäht. Doch für diesen "überreifen" Lavendel war dafür zu spät. Allerdings war es auch zu schade ihn einfach unverarbeitet zu lassen und ich versuchte mich an einer herbstlichen Tischdekoration.


Die Lavendelstengel waren so trocken, dass sie sich nicht mehr so ohne weiteres zu kleinen Steckbündeln binden ließen. Deshalb suchte UND fand!!! ich die Steckmassenzylinder, die ich vor Jahren einmal bei Aldi, Lidl, oder ähnlichem aus der Krabbelkiste heraus gekauft hatte.


In diese Steckmassenteile steckte ich die gekürzten Lavendelstengel. Dabei versuchte ich senkrecht zu stecken um den zylindrischen Charakter zu erhalten.



Heraus kam dann doch ein Kegel, nach dem Abschneiden ein Kegelstumpf. Mit Bast umwickelt, auf einem Silberteller mit gesammelten Kastanien arrangiert wurde daraus dann doch noch ein Empfangsgesteck für die Urlaubsrückkehrer.


Der zweite Versuch:
Die Idee, die abgeschnittenen Stengel zur Umrandung des Lavendelgestecks zu verwenden hatte ich gestern schon. Aber auf der Steckmasse haftete kein Kleber vernünftig, auch die Heißklebepistole versagte dabei. Deshalb versuchte ich es heute beim zweiten Gesteck mit doppelseitigem Klebeband.


So richtig klebte es zwar nicht auf der Steckmasse, aber zumindest hielt das Band an der Stelle, wo es sich überlappte, zusammen. Die Stengel, die ich darauf legte, hielten. Und das war die Hauptsache.


Zum Schluss schnitt ich die Stengel auf eine Höhe zurück, bis auf einige wenige mit Blütenständen, und umwickelte, eher zur Zierde als zum Halt, das Gesteck mit meinem letzten Rest Bastfäden.


Die restlichen Kastanien liegen nun zum größten Teil in einer Metallschale. Einige wenige Kastanien halten den übrig gebliebenen Lärchenzweig mit Zapfen, die ich für den Türkranz nicht mehr gebraucht habe in einen hohen Glas.


Im Großen und Ganzen war die Arbeit mit dem sehr trockenen Lavendel, trotz des angenehmen Duftes, eine ziemlich Sauerei. Es staubte und die Samen bröselten nur so herum. Aber auch das lohnte sich, denn nun konnte ich das machen was ich am meisten liebe - Reste verwerten!

Alle Samen und Krümel vom Lavendel hatte ich während der Arbeit immer beiseite geschoben. Zum Schluss sammelte ich sie im Spargelpapierkörbchen, dass ich im Frühjahr hergestellt hatte. Zusammen mit ein paar Lampions ergeben diese Reste noch ein schönes, duftendes, herbstliches Gebinde zum Abschluss.









Freitag, 5. Oktober 2012

Herbstliche Türdekoration

oder ...

Buchen sollst du suchen


Nach all dem Papierkram und der "Bastelei" am Computer, noch fehlen mir einige Updates, brauchte ich endlich wieder etwas Schönes. Allerdings suchte ich nicht die Buche, sie fand mich, auf dem Heimweg von meiner Arbeit.


 
Die Sonne schien so schön, ein Wind wehte und bewegte die Äste der Bäume in dem kleinen Park, der die Schule wo ich arbeite umgibt. In Gedanken überlegte ich mir was ich an herbstlicher Dekoration dieses Jahr machen könnte. Nach Jahren der Türkranzabstinenz könnte es dieses Jahr mal wieder einen für die Eingangstür geben, dachte ich, blickte in die Bäume, und die Idee war da.
Keine zwei Stunden später hängt das Ergebnis nun an Ort und Stelle.



Für diesen Kranz verarbeitete ich die Samenpuschel der Weißbuche, Lärchenzapfen und als Akzent die Früchte vom Pfaffenhütchen. Die Puschel sollten beim Verarbeiten noch nicht zu trocken sein, sonst fallen schon beim geringsten Druck die Samen ab.


All dieses Material klebte ich mit der Heißklebepistole auf einen Reisigkranz, an den ich schon vor dem Kleben einen Nylonfaden zum Aufhängen anknotete.





Dienstag, 2. Oktober 2012

Heiter bis iCloud(ig)

oder ...

Och nöö, nicht das auch noch!


Eigentlich hätte der Titel: "Never change a running system", auch gepasst, allerdings nur so locker dahingeplappert, denn manchmal hat meinereine oder sonstiger User des Internets & Co. keine andere Chance und muss sich auf neue Oberflächen einstellen. Also dachte ich bei Blogger, ich lasse mich auf die neue Benutzeroberfläche ein und baue meinen Blog etwas um. Hmm. Ich wollte ja immer schon solche horizontal laufenden Reiter, Tags, Labels, ... haben und so stöberte ich Stunden Hilfeseiten durch ohne echt fündig zu werden. Irgendwie hören alle Hilfe-Tutorials immer dann auf, wenn es eigentlich interessant und wichtig ist.
Dann jedoch, als ich mich schon fast selbst überzeugt hatte, auch ohne "Task-Leiste" <zwinker> überleben zu können traf ich per Zufall auf ein Tutorial mit Begleitvideo, das seinen Namen verdient, denn es hilft Schritt für Schritt zu verstehen wie diese Art von Menü eingerichtet wird.
Mein Dank an Ralf Doberstein, der noch manche andere Anleitung auf Lager hat!

Den Blog neu eingerichtet und als Belohnung mein heißgeliebtes Onlinespiel spielen wollen. Uups, Fehlermeldung, Update vom Betriebssystem fehlt. Irgendwie schwante mir an diesem Punkt schon etwas bevor es zur Erkenntnis wurde - Anschluss verpasst, aber megamäßig. Nicht nur ein Update fehlte, sondern auch das davor und noch eines davor. Was tun? Erst einmal googeln (man schreibt das laut Duden wirklich so) danach den Apple-Store, Amazon und Ebay durchgeforstet und feststellen müssen, kein bezahlbarer Snow-Leopard weit und breit. Den brauche ich aber um online meinen Mac auf "neu" zu bringen. Letzte Rettung: die Hotline. Mein Sohn hatte an irgendeiner Stelle gelesen, dass auf diesem Weg auf saubere Art und Weise an die entsprechende Software zu kommen ist. Egal wie teuer, ich rief dort an, antwortete auf viele Fragen mit "ja" oder "nein", hörte etliche "ich verstehe Sie nicht", legte zwei Mal auf und versuchte es neu bis ich einen netten echten Menschen am Ohr hatte, mit starken österreichischen Akzent. Nun war ich ab und an dran mit "ich verstehe Sie nicht", doch er versprach Hilfe. Hoffnung!

Das erledigt packte ich meinen Laptop aus und machte Nägel mit Köpfen. Mit nur wenigen Klicks und einiger Download- bzw. Installationszeit war das Betriebssystem auf dem neuesten Stand und ich war zum ersten Mal einen Mausklick von einer Sache entfernt, die ich zwar genial finde, aber irgendwie noch nicht verstanden habe und zu der ich nun eine Entscheidung treffen soll/te - Cloud
oder nicht. Und überhaupt, die Benutzeroberfläche sprach mich erst einmal wenig an. Vor allem fehlte mir Apple-User vor allem die Funktion Spaces.

Kurz nach dem Lichter löschen an diesem Abend piepte mein iPhone und meldete: Es steht ein Update zum iOS6 zur Verfügung!
Hmm. Gebranntes Kind hatte sich am Tag noch geschworen kein Update mehr zu verpassen, müde war ich auch und dann dachte ich mir: Komm Karin, ein Klick und Du bist voll dabei. Kosten tut's auch nichts. Nun mach schon, damit du schlafen gehen kannst.
Ich machte Klick ...

... und am nächsten Morgen standen ein paar Fragen an, wieder dieselben vom Vortag, von wegen Cloud oder nicht Cloud, dass ich nicht einmal unglücklich war als nach den ersten Blicken aufs Display der Akku versagte.
Abends bei aufgeladenem Smartphone meinte ich dann doch mit der Zeit gehen zu müssen, im Vertrauen darauf irgendwann das Drumherum zu verstehen.

Drei Tage später kam wie versprochen der Snow-Leopard als Eintrittkarte zum App-Store um für meinen großen Mac an den Mountain-Lion zu kommen. Scheibchen in den Schacht geschoben, <ssst>, <ratata>, <bsss> und ein paar Klicks weiter inklusive etwas Arbeitszeit ist der Rechner auf dem neuesten Stand. Vom Betriebssystem. Upgrade geglückt und dann? Es hagelte an Fehlermeldungen etlicher anderer Programme. Toll, ich rüste wegen Fehlermeldungen programmtechnisch auf um dann noch mehr Fehlermeldungen zu bekommen. Langsam geht diese Sache nicht nur ordentlich auf die Nerven sondern auch an den Geldbeutel.
Aber egal, ich habe angefangen, also mache ich weiter, denn am Ende "winkt" ja was Neues am ungetrübten Datenhimmel - die cloud.
So ganz blicke ich das Drumherum noch nicht, aber es fasziniert mich schon und gerne hätte ich ein selbst gezeichnetes Wölkchen an dieser Stelle platziert. Aber, es geht nicht. All meine Adobe-Programme und CorelDraw besitze ich als Windows-Versionen und laufen auf meinem Rechner über Parallels. Und genau das Programm "sagt" nach all den anderen Updates: Och nö. Die, die Parallels basteln müssen auch noch ein wenig Geld verdienen. Update, please - aber von deiner alten Parallels-Version gibt es keine Update-Version. Also musst du das Programm neu kaufen. Prima.

Naja, neben dem Nirwana für meine Programme gibt es die große Wolke, die wiederverfügbare Daten verspricht. Soll ich das glauben?
Die Idee von iCloud finde ich toll und mein iPhone "versteht" auch was das ist, als ich ein Email meiner Tochter mit einem Fotostream bekomme. Fix auf "Fotosstream beitreten" geklickt und schwups waren eine Reihe von Urlaubsbildern zu sehen, die ich nun gerne am großen Bildschirm, cloud eben, anschauen wollte, aber ... da fehlte ganz offensichtlich ein Update  <arrgh>.

Ich saß Stunden jenseits aller Kreativität am Rechner, versuchte ihn zu verstehen, wartete auf das Ende diverser Downloads und hatte zwischendurch Zeit genug jeden Schwur zu erneuern in Zukunftlieber kein Update-Angebot mehr zu verpassen.

<Waaahhhh> 02.10.2012, 23.44 Uhr, es klappte endlich - Urlaubsbilder aus der Toskana auf meinem Rechner!!!

<Endlich> 04.10.2012, 23.54, iphoto ist neu geladen und eingerichtet, über das Wölkchen dümpeln regelmäßig neue Urlaubsbildchen ein - wie schön! Aber, ich verzichte vorerst auf weitere Updates, selbst für die Auferstehung meines CorelDraws oder die Teilnahme an meinem heißgeliebten Spiel. Für die nächsten Tage brauche ich wieder etwas zum Anfassen, Rupfen, Reißen, Schneiden, Kleben -

something real!!