Montag, 31. Dezember 2012

Mach Platz für Neues 2012 ...

oder ...

eine etwas andere Jahresbilanz


Zum Jahreswechsel werden so viele gute Vorsätze getroffen, die in der Regel nicht gehalten werden. Ich weiß, von was ich spreche! Denn es war nicht der 31.12.XXXX, als ich meine letzte Zigarette rauchte, sondern der 22.8.2005.

Trotzdem sprach mich Ende 2011 eine Zeitungsbeilage so an, dass ich mir dachte:
DAS nehme ich beim Wort!
Und ich klebte den Spruch an exponierter Stelle fest, damit ich bei jedem Verlassen meiner Wohnung auch immer daran erinnert werde ...


... denn 2012 begann bei mir mit einem ausgerenktem Kiefer. Positiv denken!!! Und was hilft dabei am Besten? Ein anderer Gedanke, neue Ideen, Ablenkung, ein Projekt, ein Jahresprojekt!

Es wurde:
MACH PLATZ FÜR NEUES!
Ich hatte geträumt, wie mir meine Strickmaschine an der betroffenen Backe hing! So seltsam dieser Traum war, für mich war einfach klar, dass ich was tun muss. Obwohl ich in allem gut organisiert bin und in keinem Messie-Haushalt lebe hatte ich das Gefühl von "das ist zu viel um mich herum". Und so steht in meinem Tagebuch am Samstag, den 7. Januar 2012:


Inzwischen sind 358 Tage vergangen und ich habe fleißig an meinem Umfeld gearbeitet.

Mein Ziel war es, netto, wenigstens eine Sache am Tag wegzugeben, die bei mir mindestens zwei Jahre ungenutzt herumgelegen hat (egal ob im Keller, der Garage oder in der Wohnung). (Ich schrieb darüber schon im Februar.)
Netto deshalb, weil im Jahr auch Dinge in einen Haushalt einziehen - Geschenke, neue Geräte, Bücher, ... . Diese zog ich von der Summe der entledigten Altlasten ab.

1208 ist meine Zahl des Jahres!

Von so vielen Teilen habe ich mich 2012 getrennt. Als kleinste Objekte zähle ich die Kosmetikpröbchen und zu dem schwersten Entsorgungsobjekten einen Uralt-Monster-Fernseher. Dazu kam das eine oder andere Möbelstück, doch die sind, da sie zerlegt werden können meist weniger aufwendig.

135 Bücher habe ich weggegeben.
75 davon verkaufte ich über Rebuy oder Momox, 7 bei Amazon.
15 Bücher legte ich in "meiner" Tankstelle in die Tauschkiste, 20 verschenkte ich und der Rest landete im Altpapier.

165 Fach- und Schulbücher sortierte ich aus.
Die Hälfte gab ich an Junglehrer ab, 22 konnte ich verkaufen und der Rest kam in die Tonne.

CDs, ob mit Musik oder Daten bespielt - es kommen unglaubliche Summen zusammen, wenn man diese bewusst aussortiert. Wenn dann noch die Hüllen dazugezählt werden! Bei mir waren es allein 53 CD-Hüllen!

Zu meinem Wegwerf-ABC gehörten unter anderem:

Aufkleber
Benzinkanister
CDs
Duftkerzen - ich hasse sie!
Elektronikschrott
Floppy-discs
Gewürzdosen
Holzbretter
Isomatten
Jacken
Kabel
Lego - in Mengen verkauft!
abgelaufene Medikamente
Notizbücher
O ...
Pappkartons
Q ...
Ringe - mein alter Ehering wurde neu verwertet
Stereoanlage
Telefonzubehör
U
VHS-Videos
Wollreste
X ...
Y ...
Zeitschriften

Man glaubt es nicht, was sich über Jahre ansammelt, und dann total aus der Vergessenheit gerät, obwohl man beim Bunkern dachte: Das brauche ich noch. Als ich jetzt mein Tagebuch durchblätterte um ein Fazit zu ziehen war ich an manchen Stellen wirklich verblüfft: Ich konnte mich an so viele Gegenstände nicht mehr erinnern, von denen ich mich befreit habe!

Bei 1208 minus den Dingen, die neu dazugekommen sind, bin ich netto immer noch über 1000! Ziel war es, mich von 365 Dingen im Jahr zu trennen. Dieses habe ich mehr als erfüllt.

Wenn ich mich jetzt umschaue sehe ich den Platz, den ich geschaffen habe und den, den ich noch schaffen könnte! 2013 mache ich weiter!

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Life in five seconds

oder ...

Kürzer geht es nicht!


Na wer steckt hinter dieser Kurzgeschichte?

Per Zufall, wie üblich, fand ich diese Grafik auf dem Blog Creative Inspiration, der seinerseits auf die Homepage von H-57 verwies. Matteo Civaschi und Gianmarco, haben es sich zum Ziel gemacht, Grafiken so aufzubauen, dass Orte, Namen und Situation innerhalb von fünf Minuten erkannt werden. Die Ergebnisse füllen sogar ein ganzes Buch.

Ich glaube, das Buch muss ich haben und, wie ich gerade sehe, Amazon hat es (natürlich).


Montag, 24. Dezember 2012

Heiligabend 2012

oder ...

ein Last-minute-Weihnachtsbaum, der nicht nadelt




Ganz langsam komme auch ich in Weihnachtsstimmung nachdem ich kurz davor war, Weihnachten dieses Jahr ausfallen zu lassen. Schon gestern hatte ich darüber gegrübelt, welche Alternativen mir zu einem grünen, nadelndem Exemplar zur Verfügung stehen, da ich mir keinen Baum gekauft hatte.
Heute stolperte ich direkt über die zwei Rundhölzer, die schon einmal vor Jahren ein Weihnachtsbaumdreieck an einer Wohnzimmerwand markiert hatten. Tatsächlich fand ich sogar noch die Löcher in der Wand, wo ich die Hölzer befestigt hatte.

Danach ging alles ganz schnell: Hammer raus, Nägel suchen, drei Mal klopfen.

Die Weihnachtskugeln fädelte ich alle auf einen Draht, der mit einer Schlaufe versehen an einem Bilderhaken an der Wand gehängt wird. Den silbernen Sternendraht hängte ich in denselben Haken und ließ ihn fallen, wie er es wollte.

Neben meinem "Baum" blühen tatsächlich meine am Barbaratag ins Wasser gestellten Zweige. Das bedeutet Glück im neuen Jahr :D


Und jetzt räume ich meine Weihnachtswerkstatt auf. Keine Karte ist fertig geworden, kein Geschenk, aber ich hoffe es wird mir verziehen.


Trotz alledem wünsche ich allen Mitlesern: Fröhliche Weihnachten und ein gesundes, erfolgreiches, ereignisreiches neues Jahr!

Montag, 10. Dezember 2012

Black Magic Advent

oder ...

2. Advent



Dass es bei mir zum ersten Mal seit Jahren keinen traditionellen Adventskranz mit viel Tannengrün, roten und goldenen Bändern und was sonst dazugehört geben wird zeigte sich schon Ende November. In der Regel binde ich mir meine Kränze selber, doch dieses Jahr gelang es mir nicht günstig an Tannen- und andere immergrüne Zweige zu kommen. So stellte ich meine Kerzen zu den gefalteten Sternen mit Teelichtern, die ich hier vorgestellt hatte. Ich hatte sie inzwischen auf einem silber-farbenen Tablett angeordnet. Damit es etwas weihnachtlicher wird legte ich eine rote Decke darunter, stellte einen Weihnachtsstern dazu und verteilte Glassternchen drumherum.

Das Ergebnis gefiel mir nicht, überhaupt und gar nicht. Insgesamt war es mir zu viel rot, obwohl ich diese Farbe mag. Deshalb räumte ich das rote Teil wieder weg und probierte was grünes, dann eine weiße Decke, eine naturfarbene Bastmatte, ... zuletzt blieb ein schwarzer Bastläufer übrig.

Schwarz und Weihnachten? Hmm?
"Schwarz wie die Nacht", fiel mir ein und draußen vor dem Fenster war es mindestens ebenso dunkel. Also probierte ich die schwarze Unterlage für die roten Kerzen, den rotblühenden Weihnachtsstern im Blechtopf und die weißen, gefalteten Teelichtkerzenhalter. Insgesamt gefiel mir das schon besser. Doch jetzt war mir das Ganze zu weiß.

Deshalb suchte ich mir am nächsten Tag schwarze Papierreste zusammen, um ein paar Kerzenhalter für die Teelichter in schwarz zu falten. Faltkanten auf schwarzem Tonpapier sind wirklich schlecht zu erkennen, ist meine gewonnene Erkenntnis. Trotzdem machte ich weiter und bin nun doch zufrieden, mit meiner rot, silber, schwarzen Weihnachtsdekoration mit wenig weiß.




Inzwischen packte ich meine angefangenen Weihnachtskarten, an denen ich seit Tagen arbeite und die langsam fertig werden sollten, halbfertig in die Kiste - zu orange, zu rot, zu gold. Sonntag früh, im Halbschlaf kurz vor dem Aufstehen hatte ich eine neue Idee, die in mein Farbschema für dieses Weihnachten besser passt. Für die angefangenen Karten wird es schon noch eine Verwendung finden, denn das nächste Weihnachten kommt bestimmt.

Freitag, 7. Dezember 2012

Ballonkunst mal ganz anders ...

oder

Es kribbelt mir in den Fingern um das auszuprobieren!


Ich habe Luftballons schon so oft als Formgeber benutzt und immer wieder nach einer Lösung gesucht, wie ich nicht nur eine glatte Innen- sondern auch eine glatte Außenfläche, zum Beispiel für Schalen, erreichen kann. Der Belgier Maarten De Ceulaer hat die Lösung gefunden! Genial!

Und dazu gibt es auch noch ein Video!!




Oje, morgen ist erst Freitag.

Und der Blick auf die Uhr sagt: Schlafenszeit!
  • Dabei habe ich meine Luftballons schon gefunden.
  • Gips ist im Keller.
  • Wo die Farbpigmente sind, weiß ich auch. Die fielen mir heute auf der Suche nach Schlagmetall und Anlegemilch für die Weihnachtskarten in die Hand. 
Denn, eigentlich wollte ich das Wochenende endlich die Weihnachtskarten herstellen ... <seufz> was mache ich nun?

Jetzt schaue ich mir erst noch einmal das Video von Maarten De Ceulaer an, dann geht's ins Bett und morgen sehe ich weiter :D!


Donnerstag, 6. Dezember 2012

Weihnachtliche Türdekoration

und ...

Barbaratag am 4. Dezember


Da hängt er, mein Türkranz als Weihnachtsdeko 2012. Dabei habe ich einiges mit eingearbeitet, was ich in den letzten Tagen ausprobiert habe und nur ein Teil dazu gekauft.

Material:

  • frische Weidenzweige
  • ein Stück Dekoband zum Aufhängen
  • einen Lärchenzweig mit Zapfen
  • Druckerpapier für die Sterne (Anleitung)
  • Silberdraht mit Sternchen
  • einen Stern aus Birkenrinde von "Depot" für 4,59€


Der Anfang ist immer etwas fummelig, denn die Zweige müssen miteinander und ineinander verdreht und festgesteckt werden. So sollten die ersten Zweige möglichst lang und biegsam sein.


Anfangs benutze ich gerne Wäscheklammern, um die Zweige an Ort und Stelle zu halten.


Auch ist es zu diesem Zeitpunkt nicht nötig sich Sorgen um die Form zu machen. Der Kranz wird schon noch rund! Fast immer.


Die Anfänge und Enden der Zweige werden immer in den Zwischenräumen der letzten Windungen geklemmt. 


Je mehr Zweige um den Kranz geschlungen, gewunden und geklemmt werden umso stabiler wird das Ganze. Nun kann der Kranz auch immer wieder in Form gedrückt werden.


Überstehende Enden können später kurz bzw. abgeschnitten werden. Ich lasse sie oft erst stehen, denn wer weiß wozu sie später gut sind. Zuletzt wickelte ich noch etwas Silberdraht mit Sternchen um den Kranz.


An diesem Punkt habe ich das cremefarbene Stoffband zum Aufhängen mit einer Schlafe am Kranz befestigt und probeweise an die Tür gehängt. Dabei fielen mir zwei gegenüber liegende überstehende Astenden auf. Dort hinein passte ideal der Lärchenzweig mit den fünfzackigen Sternen vom letzten Blog.

Nun kam noch meine neueste Errungenschaft, der Stern aus Birkenrinde dazu - fertig!


Wie ich an die frischen Weidenzweige kam?

Nun denn, auf unserem Schulgelände werden im Moment Bäume und Büsche geschnitten und liegen dort zuhauf. Ich fragte die Gärtner ob ich mir etwas abschneiden dürfte und ich durfte mit der Bitte :D ihnen etwas übrig zu lassen. Naja, ein Späßle macht schon Spaß.

Beim Schneiden fiel mir ein: Oh, heute ist ja der 4. Dezember, Barbaratag!
So suchte ich mir neben Weidenabschnitten noch ein paar Kirschzweige um sie, wie letztes Jahr, in meine Weihnachtsdekoration einzubinden.


Mittwoch, 28. November 2012

Faltstern mit fünf Zacken

denn ...

ich liebe diese fünfzackigen Exemplare




Ok, ich habe das Bild gerade eben, es ist nach 23.00 Uhr bei Lampenlicht, ohne Blitz gemacht und mein Photoshop lädt seit dieser Zeit <grr>. Mac und Parallels hat so seine Tücken.

Aber ich habe es geschafft aus einem Mitbringsel einer Kollegin, danke Frau L., diesen Faltstern umzusetzen. Ich konnte nicht anders, denn gut aussehende Sternvorlagen mit fünf Zacken sind selten. Für den Anfang war wie bei den Kerzenständern ein wenig Mathematik und Geometrie nötig, aber es klappte beinahe beim ersten Versuch. Wer die Ausschneidevorlage braucht, ich habe sie nun hier als  pdf-Datei zum Ausdrucken.

Als Material verwendete ich ganz normales weißes Druckerpapier mit 80g/ --> m2 . Ich finde es trotz aller Liebe zu Farbe für die meisten Faltarbeiten am Schönsten.

Nun zur Anleitung:



Zum Schneiden kann natürlich auch eine Schere verwendet werden. Ich bevorzuge für gerade Linien Schneidemesser und ein festes Lineal, es ist einfach exakter. Für den Stern mit fünf Zacken benötigt man entsprechend fünf Teile.

Die Teile für den Protoyp hatten noch den Strich in der Mitte.

Die Linien aus der Druckvorlage liegen später innen und sind von außen nicht sichtbar.
Eines der fünf Teil bekommt einen langen Faden angeklebt. Hier auf dem Foto habe ich diesen Faden noch mit Tesafilm festgeklebt. Das ist jedoch nicht besonders stabil. Bei den weiteren Sternen klebte ich den Faden zusätzlich mit Klebstoff und einem aus Papier geschnittenem Kreis fest.



Aus jedem der fünf Teile werden "Tütchen" gefaltet und am Falz festgeklebt.

An jedem Tütchen stehen zwei Klebefalze am unteren offenen Ende ab. Die müssen nach oben gefaltet werden.


Nun werden die Tütchen aneinander geklebt. Das ist etwas fummelig, aber eigentlich keine große Angelegenheit.

Dazu werden zuerst zwei Tütchen aufeinandergelegt und die Klebefalze des unteren Tütchens in das oben liegende Tütchen eingeklebt.


Das nächste, das dritte, Tütchen, dass oben aufgelegt und angeklebt wird, ist das mit dem Faden an der Spitze.

Wenn alle fünf Tütchen zusammengeklebt sind bleiben zwei Klebefalze übrig. Diese werden mit Klebstoff bestrichen ...


... und einfach nach innen ins Tütchen geklebt.


Das Päckchen aus den fünf Sternspitzen braucht nun zwei Fäden zum späteren Verbinden. Diese klebte ich zuerst auch erst mit Tesafilm an, aber das hält nicht wirklich fest. Später müssen die Fäden einigen Zug aushalten. Deshalb klebte ich die Fäden auch hier mit Klebstoff und einem runden Stück Papier fest.


Mit einem Sternstanzer (mit fünfzackigen Sternmotiv) stanzte ich durch das komplette Päckchen fünf Sterne aus. Schwerstarbeit, wenn man auf die geklebten Falze kommt.


Nun kommen die zwei zuletzt angeklebten Fäden zum Zug.
Das Zackenbündel muss vorsichtig aufgefaltet werden, damit es in Form gedrückt werden kann. Mit den zwei Fäden wird der Stern geschlossen und fest verknotet.


Und hier hängen meine ersten Ergebnisse. Beim Prototyp, dem rechten Stern, verzichtete ich noch auf den zusätzlichen Faden an einer Spitze zum Aufhängen.




Sonntag, 25. November 2012

Pomander ...

oder

... wie meine Familie sich auf Weihnachten vorbereitet


Beinahe hätte ich es wieder verpasst, den richtigen Zeitpunkt vor Weihnachten Pomander anzusetzen. Pomander waren ursprünglich filigrane metallene Kugeln, die mit duftenden Kräutern, Essenzen und anderen wohlriechenden Stoffen gefüllt und am Körper getragen worden sind. Heute noch bekannt sind die mit Nelken gespickten Zitrusfrüchte, die nach dem Spicken für eine Weile noch in Gewürzmischungen eingelegt präpariert werden. Letzteres braucht eine Weile, weshalb es wichtig ist Mitte November mit der Herstellung anzufangen:
erstens kann man sie vor Weihnachten noch genießen, und
zweitens ist man dann sicher, wenn man die Pomander verschenken will, dass sie tatsächlich präpariert sind und nicht faulen. Das passiert nämlich leider auch und ich rechne immer mit 1/4 Ausschuss.

Ok, wir haben Ende November und, wie eingangs schon gesagt, ich hatte es auch beinahe vergessen. Wenn da nicht seit Wochen, genauer gesagt seit Anfang Oktober, eine Mandarine in meiner Küche liegen würde und ihr Aussehen seither in keinster Weise verändert hat. Wie lange hält sich eigentlich eine Mandarine, einfach so herumliegend in, anfangs Wohnzimmer- später Küchenambiente? Auf jeden Fall war mir das Verhalten dieser Mandarine seit Anfang November schon zu suspekt, um sie in meine Frühstücksbrot-BentoBox zu packen.
Heute war ich dann soweit um das orangefarbene Soll-eine-Mandarine-sein in den Müll zu befördern. Den Biomüll wollte ich mit einem Ding nicht belasten, das nicht zur Trocknung, Schrumpeln oder Fäulnis neigt.

Der Eimer war schon offen, das Soll-eine-Mandarine-sein in meiner Hand, als mir einfiel: Pomander, uih, vergessen!
Eimerdeckel zu und ich dachte mir: Vielleicht habe ich mit dieser Mandarine zu 100% Erfolg mit einem Pomander. Die fault ja selbst so schon nicht. Aber ob sie sich präparieren lässt?

Meine Soll-eine natürliche-Mandarine-sein

Man braucht für eine Pomander:

  • 1 Zitrusfrucht, vorzugsweise Orangen oder Mandarinen
  • jede Menge Gewürznelken

Ich besorge mir meine Gewürznelken in der Regel in Asia-Läden, dort gibt es sie in größeren Gebinden und günstiger, als in unseren Lebensmittelläden.

Zum Spicken ist eine dünne Stricknadel hilfreich, vor allem bei den dickschaligen Zitrusfrüchten. In die vorgestochenen Löcher wird jeweils eine Gewürznelke gedrückt.
Wenn später zum Aufhängen ein Band um die Frucht gewickelt werden soll, klebe ich mit Klebeband die Bereiche ab.
Wichtig ist die Nelken ist nicht zu dicht zu stecken. Sie sollten sich nicht berühren. So ist Platz zwischen den Nelken, dass die Gewürzmischung beim Einlegen an alle Stellen der Frucht kommen kann. Auch schrumpfen die Früchte durch Trocknung beim Einlegen und später noch an der Luft.


Ist die Frucht fertig gespickt gebe ich sie in ein geschlossenes Gefäß oder eine fest zu verschließende Plastiktüte und fülle die Gewürzmischung darüber.

Für die Gewürzmischung verwende ich:

  • 8 Teile Zimt
  • 4 Teile gemahlene Nelken
  • 2 Teile gemahlenen Ingwer
  • 1 Teil gemahlene Muskatnuss
  • 1 Teil gemahlener Piment (Nelkenpfeffer)

Wenn ich von der Weihnachtsbäckerei noch Gewürze übrig habe schütte ich sie meist auch noch dazu.

Eigentlich gehört in die Mischung statt dem Ingwer gemahlene Iriswurzel. Irgendwann hat jedoch meine Apothekerin bei meiner Bestellung der Gewürze so etwas von die Augen verdreht, weil ich die doppelte Menge bestellt hatte. Tage später bat sie mich in ihr Kämmerchen um mir zu demonstrieren, was für ein Aufwand es ist Iriswurzel zu mörsern und zu mahlen. Das Jahr darauf machte ich das selbst und danach war ich mir sicher, dass es den Aufwand nicht wert ist - Ingwer also!


Nun muss ich alle paar Tage das Glas etwas schütteln, damit die Frucht von allen Seiten gleichmäßig mit der Gewürzmischung präpariert werden kann. In drei Wochen sollte die Frucht dann zum Dekorieren oder Verschenken fertig sein.



Dafür fand unser Familien-Weihnachtsbacken zum üblichen Zeitpunkt in kleiner Besetzung dieses Jahr statt. Seit Jahren hat es sich für meine Kinder und mich einfach ergeben: Wir backen am Samstag vor dem 1. Advent. Da hat in der Regel jeder von uns Zeit und die Weihnachtsfeiern von Schulen, Vereinen, Freunden und Bekannten können dann stressfrei die Wochenenden blockieren. Mein Sohn konnte zwar nicht einfach mal so kurz vorbeikommen, aber er hielt im fernen Island den Back-Termin überpünktlich ein um mit seinen neuen Bekannten Weihnachtkekse nach Art des Hauses Brinker zu backen.

Drei Sorten gibt es bei uns jedes Jahr:

  • Kokosmakronen
  • Vanillekipferl
  • Pfefferkuchen nach schwedischem Rezept, pepparkakor

Dieses Jahr fielen die Kokosmakronen so gut aus, dass deutlich weniger übrig blieben und ich vor lauter Naschen das Fotografieren vergaß. Aber, Tradition sei Dank, es gibt ja noch Aufnahmen vom letzten Jahr.

Kokosmakronen

So war es gut, dass die Vanillekipferl deutlich weniger Bruch beim Wälzen im Vanille-Puderzucker hatten. Da die Bruchstücke genascht dürfen genascht wurden so unsere Bäuche und Hüften geschont.

Vanillekipferl

pepparkakor

Mittwoch, 21. November 2012

Herbstfarben ...

oder

... endlich wieder Sonne und blauer Himmel



Was bin ich froh mein Smartphone in der Tasche gehabt zu haben, als ich eine Hohlstunde für einen persönlichen Servicegang nutzte. Fiel uns hier tagelang der Himmel auf den Kopf, wie Asterix es ausdrücken würde, war es heute für kurze Zeit strahlend blau. Dazu brachte die strahlende Sonne all die Farben des Herbstes herrlich zum Leuchten - meine Lieblingsfarben!

Was bin ich froh auf diesem kurzen Weg gleich die Fotos geschossen zu haben und mich nicht erst nach dem Schulschluss auf den Weg machte um mit der "richtigen" Kamera zu arbeiten. Denn langsam zieht sich der Himmel wieder zu und überhaupt, es wird ja früher dunkel.







Und dann ging mein Blick nach oben und mein Finger auf die falsche "Taste" :D. Nun es ist passiert, ich lichtete mich selber ab, weiterhin rotnasig geplagt von (m)einer Rüsselpest, aber dieses Bild nun einmal Teil in dieser Bilder-Reihe ist, musste es hier rein.


Was für ein Hintergrund für diese Farben! 





This is the end ...